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Beni Thurnheer und Hans Jucker erzählen von ihren prägendsten, lustigsten und denkwürdigsten Olympiaerinnerungen. Anhand ihrer legendären Moderationen und Kommentare beleuchtet die sportlounge die Olympiaberichterstattung des Schweizer Fernsehens mit Ton- und Bildausschnitten. Unvergessen zum Beispiel der Olympia-Riesenslalom der Herren von 1992 in Albertville, als ein langsamer Fahrer von einem schnelleren überholt wurde und sich der hörbar überraschte Hans Jucker am Mikrofon kaum mehr erholen konnte. Diese Szene wurde auf Youtube fast vierhunderttausend Mal angeklickt, aber die Geschichte dahinter hat noch unbekannte Facetten. Die «sportlounge» klärt auf.
Gäste:
Hans Jucker, seit 1968 für Olympische Winterspiele im Einsatz.
Beni Thurnheer, seit 1976 neunmal als TV-Reporter bei Winterspielen vor Ort.
Seit rund vier Jahrzehnten berichten Hans Jucker und Bernhard Thurnheer für das Schweizer Fernsehen von den Olympischen Winterspielen. Für beide TV-Legenden hatten die Olympische Spiele jeweils eine grosse Bedeutung. Eine weitere Gemeinsamkeit von Jucker und Thurnheer war das moderieren der jeweiligen Eröffnungs- und Schlussfeiern. Dieses Jahr wird es Thurnheer sein, dem diese Ehre zuteil wurde. Die Eröffnungszeremonie ist nicht nur für die Athleten jeweils ein Highlight, sondern auch für den Moderator und birgt so manche Überraschung. Bis im letzten Augenblick wird jeweils der letzte Fackelträger oder jene Person, die den olympischen Eid spricht, geheim gehalten. Dies vereinfacht die Arbeit für einen Moderator im Vorfeld keineswegs. Die Eröffnungsfeier ist aber auch jener Moment, an dem das Publikum alle Athleten zu Gesicht bekommt, auch jene aus den eher kleineren und exotischeren Nationen.
Nicht nur die Olympischen Spiele, sondern auch die Bedingungen vor Ort, haben sich im Laufe der Zeit sehr verändert. Früher waren die Medienschaffenden noch in Massenlager untergebracht, heutzutage sind die Medienleute in Wohnungen untergebracht. Auch die Arbeitstechnik verbesserte sich massiv und der Aufwand des Fernsehens stieg enorm. 1980 waren vom Schweizer Fernsehen gerade mal 7 Mitarbeiter in Lake Placid, dieses Jahr werden rund 80 Personen für SF vor Ort in Vancouver sein. Nicht nur die Kosten von umgerechnet 1,8 Milliarden Franken für den Austragungsort, sondern auch die Übertragungsrechte für die SRG, explodierten im Laufe der Zeit. Was jedoch gleich blieb sind die vielen Eindrücke und Anekdoten, die ein Mitarbeiter jeweils vor Ort miterlebt hat.
Hans Jucker und Bernhard Thurnheer sind nicht zuletzt durch ihre Berichterstattungen an Olympischen Spielen zu TV-Legenden geworden. Dies zeigt auch das Interesse aus dem Publikum an den beiden Kommentatoren. Jucker und Thurnheer wurden aber auch bekannt als „Lückenfüller“. So mussten beide auch kurzerhand Mal einspringen und über Sportarten berichten, die für beide eher Neuland waren. Hans Jucker kommentierte so in Salt Lake zum ersten Mal Curling und Bernhard Thurnheer - an gleicher Stätte - Eistanzen. Verbale Aussetzer und Szenen, die einem zum Schmunzeln anregten, waren so von beiden vorprogrammiert. Im Ausblick auf die kommenden Winterspiele in Kanada, wird Thurnheer erneut live vor Ort sein. Hans Jucker seinerseits wird das sportliche Geschehen aus der Schweiz mitverfolgen.
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