Ski alpin
Weltcup-Auftakt
Schweizer Hoffnungen ruhen auf Gut und Gisin
Am Samstag steht der Weltcup-Auftakt der Frauen mit dem Riesenslalom in Sölden auf dem Programm (ab 09.20 Uhr live auf «SF zwei»). Der 1. Auftritt des Swiss-Ski-Quartetts wird von einigen Fragezeichen begleitet, doch insbesondere die Formkurve von Teamleaderin Lara Gut zeigte zuletzt nach oben.
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Die technischen Disziplinen gehören seit längerem zu den Sorgenkindern bei Swiss-Ski. Letzte Saison konnte sich Lara Gut als 17. der Riesenslalom-Gesamtwertung als beste und einzige Schweizerin unter den besten 30 Fahrerinnen einreihen.
Kein Wunder, ruhen die grössten Hoffnungen beim Saisonauftakt auf der Tessinerin. Gut feilte in diesem Sommer intensiv an ihrer Technik und verbesserte ihre Fitness. Gemäss Konditionstrainer Patrick Flaction verfügt sie gegenüber dem letzten Winter um stattliche 15 Prozent mehr Kraft. Die Zuversicht im Team Gut ist angesichts dieser Zahlen gross, auch Trainer anderer Nationen attestierten der 21-Jährigen eine gute Vorbereitung.
Gisin vor ersten Härtetests
Mit Dominique Gisin ist auch eine Athletin am Start, die im Gegensatz zu Gut erst in der letzten Saison mit dem Start bei Weltcup-Riesenslaloms begonnen hat. Die Speed-Spezialistin holte in Sölden (11.), Aspen (14.) und Lienz (20.) jeweils souverän Punkte, ehe sie im Januar nach einem Meniskusriss und Knorpelschaden im linken Knie die Saison vorzeitig beenden musste. Die 27-Jährige steht nach einem Aufbautraining einmal mehr vor der Saison des Comebacks. Die Vorbereitung der Engelbergerin verlief wunschgemäss, auch die Schmerzen im Knie sind weg.
Dagegen wird mit Fabienne Suter, die letzte Saison im «Riesen» immerhin 4 Mal Weltcup-Punkte geholt hat, die 3. Schweizer «Punktesammlerin» der Vorsaison den Auftakt auf dem Rettenbachgletscher verpassen. Die Schwyzerin ist nach einem im Februar erlittenen Kreuzbandriss im rechten Knie nicht rechtzeitig fit für den Prolog und hofft auf ein Comeback bei den Nordamerika-Rennen im November.
Premieren für Holdener und Suter?
Dafür schenkt Frauen-Cheftrainer Hans Flatscher mit Wendy Holdener und Corinne Suter 2 jungen Fahrerinnen das Vertrauen. Beide konnten in dieser Disziplin noch nie Weltcup-Punkte sammeln. Die 19-jährige Holdener verdiente sich die Nomination mit 4 Top-20-Resultaten im letzten Slalom-Winter. In Sölden wird es für sie primär darum gehen, weitere Erfahrungen zu sammeln, da sie mit einer hohen Startnummer Vorlieb nehmen muss.
Bei Suter dürften die starken Auftritte an den Schweizer Meisterschaften Ende März eine Rolle gespielt haben. In Veysonnaz lief die erst 18-Jährige mit drei 2. Plätzen (in Slalom, Super-G und Super-Kombination) den renommierten Fahrerinnen den Rang ab. Das Talent aus dem B-Kader, das im weiteren Saisonverlauf wohl vor allem im Europacup anzutreffen sein wird, will sich in Sölden für weitere Weltcup-Einsätze aufdrängen.
Wer fordert Rebensburg?
Aus internationaler Sicht dürfte der Weg zum Sieg einmal mehr über Viktoria Rebensburg führen - daran ändern wohl auch die neuen Materialvorschriften nichts. Die Deutsche, welche in den letzten 2 Jahren jeweils die «Riesen»-Kristallkugel gewonnen hatte, drückte der letzten Saison mit 4 Siegen in 9 Rennen und dazu 3 weiteren Podestplätzen den Stempel auf. Die Olympiasiegerin könnte nach der Schweizerin Lise-Marie Morerod (1975-1978) die erst 2. Athletin werden, welche diese Disziplinen-Wertung 3 Mal in Serie gewinnt.
Weltcup-Auftakt in Sölden live
Wir zeigen Ihnen den Riesenslalom der Frauen in Sölden am Samstag live. Ab 09.20 Uhr können Sie den 1. Lauf auf «SF zwei» und im Livestream mitverfolgen. Der 2. Durchgang folgt um 12.35 Uhr.
(sas)


