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Ski alpin

Weltcup-Auftakt

Feuz: «Top vorbereitet wäre anders»

Freitag, 26. Oktober 2012, 16:52 Uhr

Beat Feuz hat keinen einfachen Sommer hinter sich. Nachdem er im Frühling den Kampf um den Gesamtweltcup knapp verloren hatte, musste er sich einer Knieoperation unterziehen. Die Folgen des Eingriffs spürt der Emmentaler noch immer. Entsprechend dämpft er die Erwartungshaltung beim Saisonauftakt in Sölden.

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Noch weiss Beat Feuz gar nicht, ob er beim Riesenslalom in Sölden überhaupt an der Start gehen wird. «Ich werde mich am Sonntag vor Ort entscheiden», erklärt der 25-Jährige. Er habe zwar in den letzten 2 Wochen trainieren können, jedoch nur reduziert und nicht zu 100 Prozent. Er sei zwar bereit für ein Rennen, aber «top vorbereitet wäre anders.»

Knochenabriss im linken Knie

Im März dieses Jahres musste sich Feuz einem Eingriff unterziehen. Ein Knochenabriss als Spätfolge eines Kreuzbandrisses von 2007 sorgte für starke Schmerzen im linken Knie. Zwar verlief die Operation erfolgreich, die Heilung dauerte aber länger als erwartet. Zudem erlitt Feuz im August im Trainingslager in Argentinien einen Rückschlag und musste frühzeitig abreisen. So gingen weitere wertvolle Trainingstage verloren.

Die wenigen Trainings, die er absolviert habe, seien dafür sehr positiv verlaufen, sagt Feuz. «Im Riesenslalom bin ich zeitmässig nicht weit weg von meinen Teamkollegen.» Dies erstaunt umso mehr, als dass es materialtechnisch gesehen Änderungen gab, die vor allem im Riesenslalom für grosse Umstellungen sorgten. Die Ski sind neu weniger stark tailliert, was grössere Kurvenradien mit sich bringt. «Es ist ein wenig ein 'Murks'», so der Emmentaler.

Pistenbeschaffenheit ein wichtiges Kriterium

Die Entscheidung, ob Feuz starten wird, wird darum auch abhängig von der Beschaffung der Piste sein. «Wenn es weich ist, wird es extrem schwierig werden», glaubt der Gesamtweltcup-2. der vergangenen Saison. Deshalb hofft er auf eine harte, kompakte Unterlage. Denn eigentlich sollten die Änderungen einem begnadeten Techniker wie ihm entgegenkommen. Und Feuz' Ambitionen im Riesenslalom sind klar: «Ich will den Anschluss an die Weltspitze schaffen.»

Vom Druck, in die Fussstapfen des zurückgetretenen Didier Cuche treten zu müssen, will Feuz nichts wissen. Schon gar nicht in der aktuellen Verfassung. «Ich muss erst auf mich schauen.» So richtig angreifen will der Lauberhorn-Sieger 2012 sowieso erst bei den Rennen in Übersee im November. «Wenn es in Lake Louise schon funktionieren würde, wäre das umso schöner.»

(dab)