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Vor Urteil: Armstrong gibt sich gelassen

Samstag, 20. Oktober 2012, 13:44 Uhr, Aktualisiert 21.10.2012, 22:13 Uhr

Trotz drohender Aberkennung seiner grossen Erfolge und anhaltenden massiven Dopingvorwürfen: Lance Armstrong gibt sich zumindest öffentlich betont gelassen. Über Doping verlor der siebenfache Tour-de-France-Sieger an einem Anlass seiner Livestrong-Stiftung kein Wort.

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Vor Urteil: Armstrong gibt sich gelassen

«Es ging mir schon besser, aber auch schon schlechter», sagte Lance Armstrong an einer Gala zum 15. Geburtstag der von ihm 1997 gegründeten Krebsstiftung Livestrong. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit den Anschuldigungen der US-Anti-Doping-Agentur (USADA) gab er zwar zu, dass die letzten Wochen für ihn schwer waren. Zu den Vorwürfen und zum Thema Doping äusserte er sich jedoch nicht.

Am kommenden Montag gibt der Internationale Radsportverband (UCI) das Urteil bekannt, ob Armstrong seine 7 Tour-de-France-Siege wegen Dopings aberkannt werden. Dies fordert die USADA, die den Amerikaner schwer belastet.

Missionarischer Eifer für die Stiftung

Statt über Doping zu sprechen, versteckte sich Armstrong hinter seiner Stiftung, bei der er diese Woche als Vorsitzender zurückgetreten ist. «Wir werden uns nicht abschrecken lassen. Wir werden weitermachen. Die Mission muss weitergehen», übte er sich eifrig in Durchhalteparolen.

Livestrong als Personality-Kampagne?

Die Stiftung dient zwar einem guten Zweck, ist aber und vor allem auch eine Personality-Kampagne für Armstrong selber. «Er baut die Stiftung auf und sie baut ihn auf», schreibt CharityWatch, eine unabhängige Institution, welche sich für Transparenz bei spendenfinanzierten Organisationen einsetzt.

Lange ging dies gut und gemäss eigenen Aussagen fliessen die Spenden für Livestrong weiterhin gut. Die Geburtstagsgala soll geschätzte 2,5 Millionen Dollar in die Kassen spülen. Doch das Blatt könnte sich bald wenden: Alleine in dieser Woche haben sich mehrere Sponsoren von Armstrong abgewendet.

(mos/Agenturen)