Rad
Rad
Rabobank kehrt dem Radsport den Rücken
Wegen der Dopingenthüllungen der vergangenen Tage zieht sich Rabobank zum Jahresende aus dem Radsport zurück. Wie das Team auf seiner Website mitteilte, wird das Engagement der niederländischen Bank als Hauptsponsor zum 31. Dezember enden.
Bild
«Uns tut das Herz weh, aber für die Bank war das ein unvermeidlicher Entscheid», sagte Bert Bruggink von der Rabobank. «Wir sind nicht mehr überzeugt, dass der Profiradsport zu einem sauberen und fairen Sport werden kann.»
Rennstall soll bestehen bleiben
Allerdings soll der Rennstall bestehen bleiben und die Verträge mit den Fahrern aufrecht erhalten werden, wie das Team klarstellte. Die Finanzierung der Mannschaft werde 2013 weitergehen, die Fahrer aber voraussichtlich ohne Sponsorenlogo auf den Trikots antreten.
Rabobank ist seit 17 Jahren im Eliteradsport aktiv und damit einer der ältesten Sponsoren. In der abgelaufenen Saison errang Luis Leon Sanchez (Sp) für die holländische Sportgruppe unter anderem einen Etappensieg an der Tour de France und deren zwei an der Tour de Romandie.
Barredo unter Dopingverdacht
Nach den Enthüllungen um Lance Armstrongs offenkundig jahrelangen Dopingbetrugs war erst am Donnerstag ein Rabobank-Fahrer ins Visier der Dopingjäger geraten. Gegen den Spanier Carlos Barredo wurde ein Verfahren wegen einer Unregelmässigkeit in seinem Blutpass eröffnet.
Australien: Stephen Hodge tritt zurück
Der australische Radsportverband kommt nicht zur Ruhe. Vizepräsident Stephen Hodge trat am Freitag zurück, nachdem er die Einnahme von Dopingmitteln zu seiner aktiven Zeit als Radprofi zugegeben hatte. Erst zu Beginn der laufenden Woche hatte der Verband Sportdirektor Matt White gefeuert. Dieser war früher 3 Jahre lang für Lance Armstrongs US-Postal-Team gefahren und war in dem Bericht der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA des Dopings beschuldigt worden.
(agenturen/dab)


