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Ashley Cole: Jüngstes Opfer der «Twitter-Falle»
Ashley Cole ist für seine Entgleisung auf Twitter von der FA empfindlich gebüsst worden. Die Geldstrafe gegen den englischen Nationalspieler war die bislang höchste wegen eines Tweets, aber längst nicht die einzige. In den letzten Monaten haben sich die Skandale im sozialen Netzwerk gehäuft.
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Während skandalöse Aussagen bei TV-Auftritten oder in Interviews seltener wurden, avanciert Twitter immer häufiger zum Stolperstein. Über die Kommunikationsplattform hat sich jüngst Ashley Cole im Rahmen der Untersuchung gegen John Terry unflätig gegenüber dem englischen Fussballverband FA geäussert und die Funktionäre als «einen Haufen Dummköpfe» bezeichnet. Die Strafe für den Tweet folgte postwendend: Der englische Internationale muss eine Busse in der Höhe von umgerechnet 134'000 Franken löhnen.
Barton diffamierte den Ex-Trainer
Coles Strafgeld ist das höchste für eine Entgleisung in einem sozialen Netzwerk. Doch die «Affäre Cole» ist längst nicht die einzige. Besonders auf der Insel scheinen persönliche Abrechnungen via Twitter nicht selten zu sein. So hatte Joey Barton im Mai seinen Ex-Newcastle-Trainer Alan Shearer auf seinem Kanal wiederholt angegriffen, nachdem dieser ihn für seinen Ausschluss im Meisterschaftsfinal gegen Manchester City kritisiert hatte.
Barton schnödete via Twitter: «Ich habe eine bessere Frisur (was nicht allzu schwer ist), trage bessere Hemden im Fernsehen und ich habe eine Persönlichkeit (etwas, was dir fehlt).» Später liess er folgen: «Ich mag diesen Scheisskerl wirklich nicht, eigentlich verabscheue ich ihn aus tiefstem Herzen.»
Unrühmlicher Morganella-Tweet
Die höchsten Wellen hierzulande hat aber der «Fall Morganella» geschlagen. Der Schweizer U21-Nationalspieler hatte Gegner Südkorea nach der 1:2-Niederlage (1:2) im Olympia-Turnier via Twitter aufs Übelste beleidigt. Die Folge: Der 23-jährige Verteidiger wurde vom Verband umgehend nach Hause geschickt. Wenige Tage zuvor war bereits die griechische Dreispringerin Paraskevi «Voula» Papachristou von den Olympischen Spielen in London ausgeschlossen worden, nachdem sie sich auf Twitter rassistisch geäussert hatte.
Affäre bei McLaren
Auch die Formel 1 kennt wegen Lewis Hamilton mittlerweile ihre eigene Twitter-Affäre. Der Brite hatte Anfang Oktober auf der Plattform gegen Teamkollege Jenson Button gestänkert. Danach ruderte der Pilot aber zurück. Doch das war nicht seine erste Indiskretion auf Twitter. Erst 4 Wochen zuvor hatte er an seine rund 1,1 Millionen Follower geheime Telemetrie-Daten weitergegeben.
Degradierung von Mak in Nürnberg
Aus all den Skandalen nichts gelernt hat offenbar Robert Mak. Der slowakische U21-Nationalspieler war vom 1. FC Nürnberg monetär und disziplinarisch gebüsst worden, nachdem er am 6. Oktober nach seiner Auswechslung beim SC Freiburg (0:3) im sozialen Netzwerk seinem Unmut freien Lauf gelassen hatte. Unter seinem mittlerweile abgeschalteten Account «Robiant14» hatte er folgende Schimpftirade veröffentlicht: «Fussball ist eine verschissene Politik. Ich hasse es. Verdammter Trainer.» Kurz darauf folgte ein Eintrag mit einer Entschuldigung.
(sas)


