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Eishockey

Lockout

Murray: «Der Fehler liegt bei den Besitzern»

Freitag, 19. Oktober 2012, 11:19 Uhr

Für Andy Murray liegt die Schuld am Lockout in der NHL eindeutig auf der Seite der Klubbesitzer. Der langjährige NHL-Headcoach und Berater der Schweizer Nationalmannschaft erwartet gravierende Auswirkungen für das Image des Eishockeys in Nordamerika.

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Der Lockout in der NHL dauert an. Nach einem ersten Vorschlag der Klubbesitzer scheinen beide Partien weit voneinander entfernt, eine Einigung scheint nicht in Sicht. Der Fehler liege eindeutig bei den Klubbesitzern, findet Trainer-Legende Andy Murray.

«Noch im Juli haben die Minnesota Wild Zach Parise und Ryan Suter für jeweils 98 Millionen Dollar unter Vertrag genommen», erklärt Murray. «Wie sollen die Spieler verstehen, dass solche Verträge abgeschlossen wurden und nun keine Gültigkeit mehr haben sollen?»

Die Klubs stehen in der Pflicht

Zwar ist Murray der Meinung, dass die Spieler «viel zu viel» verdienten. Aber: «Die Verträge haben die Klubbesitzer abgeschlossen. Sie haben das Problem kreiert.» Nun seien sie in der Pflicht, das Problem zu lösen, nicht die Spieler oder Trainer.

Murray, der in seiner Zeit als Headcoach über 10 Jahre bei den Los Angeles Kings und den St. Louis Blues tätig war, sorgt sich um das Image der NHL. «Klubs wie Nashville, Tampa Bay oder Florida hatten ohnehin schon mit den Zuschauerzahlen zu kämpfen.»

Hauptverlierer: Fans und Eishockey

In der Lockout-Pause würden nun viele Fans ihr Geld anders ausgeben, vielleicht sogar andere Sportarten entdecken. «Egal wie der Lockout ausgehen wird: Es wird keine Gewinner geben, beide Seiten büssen an Kredit ein. Hauptverlierer sind ohnehin die Fans und das Eishockey generell.»

Eine Einigung im Tarifstreit erwartet Murray, der inzwischen als Headcoach eines Universitäts-Teams amtet, auch aufgrund der neuen Entwicklungen nicht vor Weihnachten.

(fel)