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Sponsor wendet sich von Armstrong ab

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 15:14 Uhr

Die Doping-Enthüllungen um Lance Armstrong haben immer weitreichendere Folgen für den Betroffenen: So kündigte ein Sportartikel-Hersteller seinen Sponsoring-Vertrag mit dem ehemaligen Radprofi. Ausserdem trat Armstrong als Vorsitzender seiner Krebsstiftung zurück.

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Seit mehr als einem Jahrzehnt hatte der Sportartikel-Hersteller Lance Armstrong und seine Stiftung «Livestrong» unterstützt. «Mit grosser Bestürzung» wurde nun das Ende der Zusammenarbeit verkündet.

Kurz zuvor hatte Armstrong seinen Rücktritt als Vorsitzender seiner Krebsstiftung «Livestrong» bekannt gegeben. «Diese Organisation und ihre Mission liegen mir sehr am Herzen», sagte der Amerikaner: «Um negative Auswirkungen für die Stiftung auszuschliessen, werde ich nicht mehr als Chairman arbeiten.»

Hamilton: Armstrong sollte gestehen

Livestrong solle sich auf seine Mission konzentrieren können und nicht von den Problemen des Gründers beeinträchtigt werden, so Armstrong. Der 41-Jährige wird weiter im 15-köpfigen Aufsichtsrat vertreten sein, seine Aufgaben als Vorsitzender werde der bisherige Vize Jeff Garvey übernehmen.

Armstrongs einstiger Teamkollege Tyler Hamilton erwartet unter dem öffentlichen Druck ein baldiges Geständnis des Texaners. «Ich wäre überrascht, wenn er es nicht eines Tages zugeben würde», sagte Armstrongs US-Landsmann Hamilton, dem wegen Dopings das Olympiagold von 2004 aberkannt worden war: «Es weiterhin zu leugnen, ist eine sehr schwere Last.»

Titel-Aberkennung und Schadenersatzklagen

Vor einer Woche hatte die US-Anti-Doping-Agentur USADA den 41-Jährigen mit der Veröffentlichung eines mehr als 1000-seitigen Berichts schwer belastet. Armstrong muss mit der Aberkennung seiner 7 Tour-de-France-Titel durch den Radsport-Weltverband UCI und Schadensersatzklagen in Millionenhöhe rechnen.

Der Fall Lance Armstrong

(agenturen/dab)