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Starker Nati-Herbst produziert viele Gewinner

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 18:42 Uhr

Die Schweizer Nationalmannschaft darf mit dem Start in die WM-Qualifikation äusserst zufrieden sein. 10 Punkte aus 4 Spielen sind eine starke Ausbeute. Dazu scheint Ottmar Hitzfeld seine Stammformation gefunden zu haben.

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WM-Quali: Schweizer Bilanz («sportaktuell»)

Natürlich: die Schweiz ist nicht in die schwerste aller WM-Qualifikationsgruppen gelost worden. Dass das Team von Ottmar Hitzfeld derart überzeugend in die Kampagne startet, durfte dennoch nicht erwartet werden. Das junge Team zeigte sich in den 4 Quali-Spielen erstaunlich abgeklärt und offenbarte spielerische Klasse.

Überragender Diego Benaglio

Wichtige Figur des Ensembles ist Diego Benaglio. Der Torhüter zeigte durchwegs starke Leistungen und erhielt von Hitzfeld ein Sonderlob: «Benaglio hat fantastische Leistungen gezeigt, er war in gewissen Phasen schlicht Weltklasse.» Im nächsten Pflichtspiel wird Benaglio nach seiner zweiten Verwarnung allerdings fehlen und durch Marco Wölfli ersetzt werden.

Die Innenverteidigung zeigte sich mit Johan Djourou und Steve von Bergen erstaunlich sattelfest. Ob Philippe Senderos nach seiner Genesung wieder einen Platz im Team finden wird, hängt wohl auch von der Spielpraxis des Romands ab. Auf den Aussenbahnen ist Ricardo Rodriguez der grosse Sieger des Nati-Herbsts. Der Wolfsburger verdrängte Reto Ziegler aus der Stammformation.

Behrami als grosser Gewinner

Auch das defensive Mittelfeld kennt mit Valon Behrami einen Gewinner. Der Neapolitaner ergänzt sich mit Captain Gökhan Inler ausgezeichnet und läuft Blerim Dzemaili und Gelson Fernandes deutlich den Rang ab. Inler wiederum hat sich inzwischen als Chef des Teams etabliert, übernimmt Verantwortung und dürfte so die Erwartungen Hitzfelds erfüllen.

Im offensiven Mittelfeld sind Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka ohnehin gesetzt. Tranquillo Barnetta hat seine Nati-Baisse endgültig überwunden und ist zum wichtigen Wert des Teams gereift. Im Angriff ist Eren Derdiyok gesetzt, dahinter hat sich Mario Gavranovic an Admir Mehmedi als erster Derdiyok-Ersatz vorbeigeschoben.

Effizienz als Zeichen der Klasse

Hitzfeld hat für praktisch jede Position eine valable Alternative. Seine Mannschaft wirkt reif, was auch dem Coach nicht verborgen geblieben ist:  «Wir haben im Abschluss grössere Effizienz gezeigt und aus wenigen Chancen Tore erzielen können. Das zeigt die Klasse der Mannschaft.»

Weiter geht es für die Nati am 14. November mit dem Testspiel gegen Tunesien. Der erste Auftritt 2013 folgt am 6. Februar in Griechenland, ehe es am 23. März auf Zypern wieder um Punkte geht. Entschieden wird die WM-Qualifikation im September und Oktober, wenn das Hitzfeld-Team nach Norwegen und Albanien reist sowie Island und Slowenien empfängt.

(fel)