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Presse würdigt Arbeitssieg auf Island

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 8:38 Uhr

Der mühevolle 2:0-Auswärtssieg in Island wird in der Schweizer Presse über weite Strecken als schmeichelhaft und glücklich bezeichnet. Dennoch ist bei der Equipe von Coach Ottmar Hitzfeld auch von einem Spitzenteam die Rede.

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«Welche Merkmale besitzen Spitzenteams?» fragt die Aargauer Zeitung  und gibt die Antwort gleich selbst: «Sie sind trotz einer schwachen Leistung fähig, ein solches Spiel noch zu gewinnen.» Der Tages-Anzeiger  bläst ins gleiche Horn: «Solche Spiele und Siege braucht es, um erfolgreich zu sein. Siege, die ohne Glanz, sondern mit Hängen und Würgen erarbeitet wurden.»

Ein Sieg ohne Glanz

Im heimischen Blätterwald ist man sich einig, dass die Schweiz über weite Strecken eine schwache Leistung abgeliefert hat. Die Berner Zeitung  schreibt von «60 quälend langen Minuten in einer harzigen Partie.» «Mit dem Glück der Wettkämpfer», titelt der Tages-Anzeiger  und fügt an, dass die Schweiz gegen Island nicht überzeugen konnte. In der Aargauer Zeitung  ist von einer über weite Strecken bescheidenen Leistung die Rede.

Freude über gelungenen Start

Trotz des schmeichelhaften Sieges überwiegt die Freude über die 3 Punkte und den gelungenen Start in die WM-Kampagne. «Brasilien, wir kommen!», lehnt sich der Blick  bereits nach 4 von 10 ausgetragenen Partien weit aus dem Fenster. «So gut wie seit 20 Jahren nicht mehr» titelte die Basler Zeitung . Das Blatt von Rheinknie fordert aber auch, in der Winterpause die «teilweise ungenügende Leistung» aufzuarbeiten.

Dass die Schweiz derart Mühe bekundete, war nicht nur den garstigen äusseren Bedingungen zuzuschreiben, sondern auch einem starken Gegner. Die Schweiz hat sich gegen «wackere» und «kämpfende» Isländer durchgesetzt, schreibt die Neue Zürcher Zeitung.  Die Berner Zeitung  attestiert den Isländern eine «tapfere und kämpferisch einwandfreie Leistung.»

Dank Benaglio und Barnetta

Die Medienblätter sind sich auch einig, wem die Schweiz den Sieg in der Kälte von Reykjavik zu verdanken hat. Barnettas Führungstor in der 64. Minute wird als  «Geniestreich», «Traumtor» und «herausragend» bezeichnet. Zum eigentlichen Matchwinner avancierte aber einmal mehr Diego Benaglio, dessen Leistung als «Weltklasse» und «überragend» gefeiert wird. Aber eben dieser überragende Benaglio wird der Schweiz im nächsten Spiel gegen Zypern nicht zu Verfügung stehen. 

(sta)