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Presse würdigt Arbeitssieg auf Island
Der mühevolle 2:0-Auswärtssieg in Island wird in der Schweizer Presse über weite Strecken als schmeichelhaft und glücklich bezeichnet. Dennoch ist bei der Equipe von Coach Ottmar Hitzfeld auch von einem Spitzenteam die Rede.
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«Welche Merkmale besitzen Spitzenteams?» fragt die Aargauer Zeitung und gibt die Antwort gleich selbst: «Sie sind trotz einer schwachen Leistung fähig, ein solches Spiel noch zu gewinnen.» Der Tages-Anzeiger bläst ins gleiche Horn: «Solche Spiele und Siege braucht es, um erfolgreich zu sein. Siege, die ohne Glanz, sondern mit Hängen und Würgen erarbeitet wurden.»
Ein Sieg ohne Glanz
Im heimischen Blätterwald ist man sich einig, dass die Schweiz über weite Strecken eine schwache Leistung abgeliefert hat. Die Berner Zeitung schreibt von «60 quälend langen Minuten in einer harzigen Partie.» «Mit dem Glück der Wettkämpfer», titelt der Tages-Anzeiger und fügt an, dass die Schweiz gegen Island nicht überzeugen konnte. In der Aargauer Zeitung ist von einer über weite Strecken bescheidenen Leistung die Rede.
Freude über gelungenen Start
Trotz des schmeichelhaften Sieges überwiegt die Freude über die 3 Punkte und den gelungenen Start in die WM-Kampagne. «Brasilien, wir kommen!», lehnt sich der Blick bereits nach 4 von 10 ausgetragenen Partien weit aus dem Fenster. «So gut wie seit 20 Jahren nicht mehr» titelte die Basler Zeitung . Das Blatt von Rheinknie fordert aber auch, in der Winterpause die «teilweise ungenügende Leistung» aufzuarbeiten.
Dass die Schweiz derart Mühe bekundete, war nicht nur den garstigen äusseren Bedingungen zuzuschreiben, sondern auch einem starken Gegner. Die Schweiz hat sich gegen «wackere» und «kämpfende» Isländer durchgesetzt, schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Die Berner Zeitung attestiert den Isländern eine «tapfere und kämpferisch einwandfreie Leistung.»
Dank Benaglio und Barnetta
Die Medienblätter sind sich auch einig, wem die Schweiz den Sieg in der Kälte von Reykjavik zu verdanken hat. Barnettas Führungstor in der 64. Minute wird als «Geniestreich», «Traumtor» und «herausragend» bezeichnet. Zum eigentlichen Matchwinner avancierte aber einmal mehr Diego Benaglio, dessen Leistung als «Weltklasse» und «überragend» gefeiert wird. Aber eben dieser überragende Benaglio wird der Schweiz im nächsten Spiel gegen Zypern nicht zu Verfügung stehen.
(sta)


