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U21: Schweizer EM-Traum früh geplatzt

Dienstag, 16. Oktober 2012, 19:22 Uhr

Die Schweizer U21-Nati fährt nicht an die EM 2013 in Israel. Die Mannschaft von Pierluigi Tami konnte gegen Deutschland die gute Ausgangslage aus dem Hinspiel (1:1) nicht nutzen und unterlag in Luzern mit 1:3. Die tragische Figur im Schweizer Team war François Affolter.

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U21: Schweiz - Deutschland («sportlive»)

Zur Pause war der EM-Traum der Schweizer bereits ausgeträumt. Die abgeklärten und effizienten Deutschen führten komfortabel mit 3:0, und der amtierende Vize-Europameister hätte nicht weniger als 4 Treffer benötigt, um an die Endrunde im nächsten Jahr in Israel zu fahren.

Von diesem Husarenstück waren die Schweizer in der 2. Halbzeit vor gut 10'000 Zuschauern aber weit entfernt. Deutschland spielte sehr abgeklärt und liess nur ganz vereinzelt Chancen zu. Die Nati drehte erst in der letzten halben Stunde richtig auf. Das 1:3 in der 75. Minute durch Stürmer Josip Drmic blieb aber das einzige Schweizer Erfolgserlebnis. Über beide Barrage-Partien gesehen fährt die DFB-Equipe verdient an die EM.

Affolters Fehler

Tragische Figur in der Equipe von Pierluigi Tami war François Affolter. Der Innenverteidiger von Werder Bremen war an allen 3 Gegentoren in der 1. Halbzeit mitschuldig. Beim 0:1 in der 8. Minute vertändelte der 21-Jährige zuerst den Ball und beging dann ein überflüssiges Foul an Lewis Holtby. Der Schalke-Spieler traf mit seinem Freistoss aus rechter Position an Freund und Feind vorbei in die entfernte Ecke.

Vor dem 0:2 schupste Affolter Maximilian Beister leicht, was der Schiedsrichter als Foul taxierte. Von praktisch identischer Position schlug erneut Holtby den Ball zur Mitte, wo Lasse Sobiech mit dem Hinterkopf traf (20.). Und beim 3. deutschen Treffer durch einen mustergültigen Konter kam Affolter gegen Torschütze Sebastian Polter einen Schritt zu spät.

Auffälliger Drmic

Nach dem vielversprechenden Auftritt am Freitag beim 1:1 in Leverkusen war die Schweizer Leistung in den ersten 60 Minuten eine Enttäuschung. Einzig Drmic, der im Angriff den Vorzug vor Haris Seferovic erhielt, konnte in der deutschen Defensive für Unruhe sorgen. Der Ehrentreffer auf Pass seines auffälligen FCZ-Kollegen Oliver Buff, der zur Pause für Pajtim Kasami eingewechselt worden war, war der verdiente Lohn für Drmic.

Auf deutscher Seite spielte Holtby überragend. Der Captain, der mit Schalke in der Champions League spielt, war der Chef auf dem Platz und erzielte in der Schlussviertelstunde beinahe noch das 4:1.

Das Telegramm

Schweiz - Deutschland 1:3 (0:3)

Swissporarena, Luzern. - 10'277 Zuschauer. - SR: Jug (Sln). - Tore: 8. Holtby 0:1. 20. Sobiech 0:2. 45. Polter 0:3. 75. Drmic 1:3.

Schweiz: Bürki; Widmer, Philippe Koch, Affolter, Daprela; Wiss (68. Seferovic), Abrashi; Kasami (46. Buff), Toko (46. Hajrovic), Zuber; Drmic.

Deutschland: Leno; Jung, Sobiech, Thesker, Jantschke; Moritz; Beister (77. Mlapa), Rudy, Holtby, Bellarabi (64. Esswein); Polter (91. Funk).

Bemerkungen: Schweiz ohne Ben Khalifa, Granit Xhaka, Mehmedi, Rodriguez, Shaqiri (A-Nationalmannschaft), Schär (gesperrt) und Moubandje (verletzt). Deutschland ohne Götze, Kroos, Schürrle, Ter Stegen (A-Nationalmannschaft), Kirchhoff (gesperrt), Draxler, Gündogan, Herrmann, Leitner, Rhode und Vukcevic (alle verletzt). - Verwarnungen: 16. Jantschke (Foul). 52. Thesker (Foul). 68. Buff (Foul). 76. Daprela (Foul). 92. Abrashi (Foul).

(rek)