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Schweizer Freude und ein Wermutstropfen
Mit dem 2:0 auf Island hat sich die Schweiz das Überwintern als Tabellenführer gesichert. Die kollektive Freude wurde einzig durch Diego Benaglios Verwarnung etwas getrübt. Er wird im nächsten Quali-Spiel auf Zypern fehlen.
Nach dem Schlusspfiff in Reykjavik war den Schweizer Protagonisten die Erleichterung über den 2:0-Erfolg anzusehen. «Wir wussten, dass es ein sehr schwieriges Spiel werden würde. In der 1. Halbzeit waren wir in einigen Situationen zu hektisch», sagte Tranquillo Barnetta, der Torschütze des wegweisenden 1:0. Zu seinem Treffer meinte der Mittelfeldspieler von Schalke 04: «Es freut mich, dass ich den Ball so getroffen habe. Es ist herrlich, dass es in einem solch wichtigen Spiel geklappt hat.»
Viel Lob für Benaglio
Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld sprach davon, dass Barnettas Tor in der 65. Minute zum richtigen Zeitpunkt gekommen sei. «Wir haben in der 2. Halbzeit etwas den Faden verloren und Island aufkommen lassen», analysierte der Deutsche.
Einig waren sich Hitzfeld und Barnetta darin, dass Goalie Diego Benaglio einen grossen Anteil am Sieg hatte. «Wir hatten einen Diego im Tor, der alles hielt», waren die Worte Barnettas, der zum 10. Mal im Nati-Dress traf. Der angesprochene Wolfsburg-Keeper wollte seine eigene Leistung nicht in den Vordergrund stellen und sagte nur: «Ich fühle mich im Moment einfach sehr gut.»
Gute Ausgangslage für 2013
Benaglios Paraden, die den 2:0-Sieg erst ermöglichten, täuschten ein wenig darüber hinweg, dass sich die Schweizer in Reykjavik über weite Strecken sehr schwer taten. Unter dem Strich fügte die Nati aber ihrem Punktekonto 3 weitere Zähler hinzu und führt mit 10 Punkten aus 4 Spielen die Tabelle der Gruppe E komfortabel an.
«Wir haben uns eine gute Ausgangslage geschaffen», meinte Hitzfeld. «Die Testspiele im November und Februar geben mir die Gelegenheit, die 2. Garde zu testen.» Am 4. November spielt die Schweiz in Tunesien, am 6. Februar heisst der Gegner auswärts Griechenland.
Benaglio fehlt auf Zypern
Der 1. Ernstkampf 2013 ist dann die WM-Quali-Partie am 23. März auf Zypern. Matchwinner Benaglio wird beim Tabellenschlusslicht hingegen fehlen. Er wurde in der 2. Halbzeit wegen Zeitspiels verwarnt. «Diese Karte ist sehr ärgerlich. Zumal ich nicht das Gefühl hatte, dass ich mir beim Abstoss besonders viel Zeit liess», so Benaglio. Hitzfeld sah es ähnlich: «Es war eine Überreaktion des Schiedsrichters.»
(rek)


