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Entlassung

FC Basel trennt sich von Vogel - Yakin übernimmt

Montag, 15. Oktober 2012, 14:11 Uhr

Meister FC Basel hat sich überraschend per sofort von Trainer Heiko Vogel getrennt. FCB-Präsident Bernhard Heusler sprach von «elementaren Differenzen». Als Nachfolger wurde am Nachmittag Murat Yakin präsentiert.

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FC Basel trennt sich von Vogel - Yakin übernimmt («sportlounge»)

Vogel hatte beim FC Basel, der derzeit auf dem Tabellenrang 4 steht, noch einen Vertrag bis 2014. Der Deutsche stieg nach dem Abgang von Thorsten Fink zum Hamburger SV im Oktober 2011 vom Assistenz-Coach der «Bebbi» zum Cheftrainer auf. In der vergangenen Saison führte der 36-Jährige Deutsche die Basler zum Double mit Meisterschaft und Cupsieg.

«Elementare Differenzen»

Die Freistellung des 36-Jährigen sei ein «Entscheid nach bestem Wissen und Gewissen» gewesen und «keine Panikreaktion», so FCB-Präsident Bernhard Heusler an der Medienkonferenz. «Wir haben verschiedene Auffassungen, um die angepeilten Ziele wieder ins Auge zu fassen.» Die Differenzen seien «elementar» gewesen, sagte Heusler. «So gross, dass man sie nicht in der Winterpause hätte bereinigen können.»

Wo genau die Differenzen zwischen Vogel und der Vereinsleitung lagen, wollte Heusler nicht näher erläutern.

Basel-Präsident Bernhard Heusler im Interview.

Yakin kehrt als Trainer zurück

Vogels Nachfolger am Rheinknie wird Ex-Luzern-Coach Murat Yakin. Er wird am Samstag erstmals an der Seitenlinie der Basler stehen. Dann trifft der FCB ausgerechnet auswärts auf den FC Luzern. Bei den Zentralschweizern war Yakin vor 2 Monaten nach dem schlechten Saisonstart und dem Scheitern in den Europa-League-Playoffs gegen Genk entlassen worden. Von Yakin erhofft sich Heusler «neuen Zündstoff» für den aktuell Viertplatzierten der Super League.

Für den Ur-Basler ist es eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Als Spieler trug der Verteidiger 6 Saisons lang das rot-blaue Trikot und feierte mit dem FCB 3 Meisterschaften und 2 Cup-Siege. Als Verteidiger hatte Yakin zuweilen auch geniale Momente in der Offensive. Wie beispielsweise am 28. Mai 2005 beim 2:0-Sieg gegen Neuchâtel Xamax.

Murat Yakins Traumtor gegen Xamax («sportaktuell» vom 28.05.2005)

Vorfreude auf Streller und Frei

«Ich weiss, welche Verantwortung ich in dieser Aufgabe trage», ist sich Yakin bewusst. «Ich spüre eine grosse Freude, dass ich hier arbeiten darf und freue mich extrem.» Er freue sich darauf, mit ehemaligen Teamkollegen wie Marco Streller oder Alex Frei zusammenzuarbeiten. «Ich bin selber gespannt, wie das funktionieren wird», so Yakin mit einem Schmunzeln.

Murat Yakin über sein Engagenemt bei Basel.

Trainerstationen Thun und Luzern

Als Trainer hat der 38-jährige Yakin bereits einen starken Leistungsausweis vorzuweisen. Mit dem FC Thun stieg er 2010 in die Super League auf, den FC Luzern führte er letzte Saison auf den hervorragenden 2. Tabellenrang und in den Cupfinal gegen seinen neuen Arbeitgeber Basel.

(sil/bon)