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Tennis

ATP Schanghai

Djokovic verhindert Murrays Titel-Hattrick in Schanghai

Sonntag, 14. Oktober 2012, 14:07 Uhr

Novak Djokovic hat das ATP-1000-Turnier in Schanghai gewonnen. Der Serbe setzte sich in einem hart umkämpften Final nach mehr als 3 Stunden mit 5:7, 7:6 (13:11) und 6:3 gegen den Briten Andy Murray durch. Die Weltnummer 2 musste nicht weniger als 5 Matchbälle abwehren, ehe der Triumph feststand.

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Tennis: Final ATP-1000 Schangai Djokovic - Murray («sportpanorama»)

Die beiden Spieler lieferten sich in der chinesischen Metropole ein hochklassiges Duell. Lange Zeit schien es so, als könnte Murray nach Roger Federer am Vortag auch Djokovic bezwingen. Der schottische Weltranglistendritte, der die letzten zwei Austragungen des Turniers gewonnen hatte, führte 7:5, 5:4 und konnte zum Match aufschlagen.

Djokovics Kämpferherz

Doch Djokovic bewies Kämpferqualitäten und kam mit zum Teil fantastischen Schlägen zurück in die Partie. Als er nur noch zwei Punkte von der Niederlage entfernt war, gelang ihm ein herrlicher Punktgewinn, indem er einen Lob mit einem Schlag durch die Beine konterte.

Etwas später wehrte er dann einen Matchball ab und rettete sich mirakulös ins Tiebreak. Dort überboten sich die beiden während 23 Minuten mit hochstehenden Schlägen. Der Serbe überstand 4 weitere Matchbälle und nutzt seinen 4. Satzball zum 13:11.

Zerstörte Schläger

Djokovic hatte zum Ende des ersten Satzes seinen Schläger angesichts der unglaublichen Defensivkünste von Murray frustriert mehrfach malträtiert. Doch dann gewann er die Oberhand, und es war der Schotte, der eines seiner Rackets zertrümmerte. Im 3. Satz gelang Djokovic das entscheidende Break zum 4:3. 

Nach drei Stunden und 20 Minuten nutzte er seinen zweiten Matchball zum 13. Turniersieg auf Masters-1000-Stufe und revanchierte sich für die letzten zwei Niederlagen gegen Murray bei den Olympischen Spielen und bei den US Open. 

«Das hätte auch anders ausgehen können», war sich Djokovic nach der Partie bewusst. «Die Enttäuschung ist gross», meinte Verlierer Murray, «doch ich habe schon härtere Niederlagen an grösseren Events einstecken müssen. Darum glaube ich, dass ich ziemlich schnell über diese Niederlage hinwegkommen werde.» Er könne sich keine Vorwürfe machen, Djokovic habe bei den entscheidenden Punkte einfach zu gut gespielt.

Djokovic rückt Federer auf die Pelle

Während Djokovic, der sich mit 10 Siegen und nur 2 Satzverlusten zu den Turniersiegen in Peking und Schanghai spielte, nun bis Paris-Bercy pausiert, wird Murray ab dem 22. Oktober bei den Swiss Indoors in Basel antreten. 

In der Weltrangliste hat Djokovic nun nur noch 195 Punkte Rückstand auf Federer. Dessen Unterfangen, bis zum Saisonende zuoberst auf dem Tennisthron zu bleiben, ist somit noch schwieriger geworden, da der Serbe bei den kommenden Turnieren wesentlich weniger Punkte zu verteidigen hat. Der Sieg in Schanghai werde ihm «einen rechten Schub für den Rest der Saison im Kampf um die Nummer 1 geben», kündigte Djokovic schon einmal vorsorglich an.

Watson siegt in Osaka - Asarenka in Linz

Heather Watson sorgte in Osaka (Jap) für den ersten Turniersieg einer Britin seit 1988. Im Final setzte sich die 20-Jährige gegen die Taiwanesin Chang Kai-Chen 7:5, 5:7, 7:6 (7:4) durch. Das Turnier in Linz gewann die Weltranglisten-Erste Victoria Asarenka. Die Weissrussin bezwang im Final die Deutsche Julia Görges 6:3, 6:4. Asarenka blieb in Oberösterreich ohne Satzverlust und gewann bereits den sechsten Titel in diesem Jahr.

(si/dab)