Fussball
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Island - schöne Landschaft und Tabellenspitze im Visier
Nach dem Unentschieden gegen Norwegen hat der Schweizer Nati-Tross nach Island disloziert. SF-Reporter Reto Gafner traf dort neben einer einzigartigen Landschaft ein Volk an, das bereits selbstbewusst die Tabellenspitze ins Visier nimmt.
Nach mehrstündigem Flug über den Atlantik, nicht ganz Halbdistanz Europa-Nordamerika, taucht sie plötzlich zwischen den Wolkenfetzen auf, die Vulkaninsel. Da erhebt sich Island, gewachsen auf dem mittelatlantischen Rücken, über die Jahrtausende geformt und gezeichnet durch zahlreiche Eruptionen.
Fussball bei peitschenden Böen?
Der raue, markante Charakter der Landschaft ist schon von oben zu erkennen. Spätestens beim Aufstossen der Terminaltür am Flughafen spürt man mit voller Wucht, welchen Elementen die Insel ausgesetzt ist. Peitschende Böen und Regentropfen schlagen ins Gesicht. So stark, dass der Gedanke, ein Fussball könnte bei einem Abstoss glatt ins eigene Tor zurückbefördert werden, nicht fern liegt.
Vulkangestein und saftiges Gras
Auf dem Weg ins Zentrum sieht man sie von nahem, diese Fels- und Gesteinsformationen aus den verschiedenen Epochen der Vulkanausbrüche: helle, ausgewaschene Felsen kontrastieren mit dunklem Lavagestein. Es sieht manchmal ein bisschen aus wie auf dem Filmset von «Mission to Mars», nur dass zwischen den Gesteinsbrocken grünes, saftiges Gras wächst.
Island lauert einen Punkt hinter der Schweiz
Etwas mehr als 300‘000 Einwohner zählt Island, darunter ein paar, die beeindruckend gut Fussball spielen können. Zur Erinnerung: Island hat am Freitag den zweiten Sieg realisiert, steht mit nur einem Punkt Rückstand hinter der Schweiz auf Platz zwei.
«Mit einem Sieg sind wir Tabellenführer!»
Angesichts dieser formidablen Situation wollte ich den jungen isländischen Mann bei der Gepäcksausgabe nach dem allgemeinen Befinden bezüglich Fussballbegeisterung befragen. Ich konnte den Satz «Come to speak of your football team…» nicht mal zu Ende sprechen, da schnellte es mir aus seinem schelmisch grinsenden Gesicht schon entgegen: «If we beat you guys we are going to be top of the table!» (Wenn wir euch (Schweizer) schlagen, sind wir Tabellenführer!) – es kam wie eine Windböe.


