Eishockey
NLA
ZSC Lions beschenken sich und ihre Radio-Legende
Die ZSC Lions sind nach zwei Niederlagen wieder auf die Erfolgsspur eingebogen. Der Meister bezwang im Nachtragsspiel der 13. Runde zuhause Biel mit 4:1. Zu Ehren des 80. Geburtstages der ZSC-Radio-Legende Walter Scheibli trat der Meister in Retro-Shirts auf.
Walter Scheibli - die Stimme des ZSC - kommentiert seit der Saison 1982/83 die Spiele der Zürcher am Radio, immer im zitronengelben Pullover, seinem Markenzeichen. Was er gegen Biel an seinem 80. Geburtstag zu sehen bekam, dürfte ihn zufrieden gestellt haben: Die Lions, angetreten in denTrikots aus seiner Premieren-Saison am Radio, fuhren gegen zumeist harmlose Gäste einen 4:1-Erfolg ein.
Doppelschlag binnen 26 Sekunden
Die entscheidenden Szenen in der Nachtragspartie der 13. Runde spielten sich bei Spielmitte ab. Mathias Seger, soeben von der Strafbank auf das Eis zurückgekehrt, konnte in der 31. Minute zusammen mit Team-Kollege Roman Wick einen 2:0-Konter fahren und schob nach einem Doppelpass zur 3:1-Führung ein.
Nur 26 Sekunden später erfolgte der K.o.-Schlag für die Bieler: Jeff Tambellini stand nach einem Abpraller im Slot genau richtig und stellte auf 4:1. In der Folge hatten die Zürcher die Partie unter Kontrolle und kamen nach 2 Niederlagen unter der Woche wieder zu einem Sieg, dem 7. im 12. Meisterschaftsspiel.
Biel bemüht - Lions effizient
Für die Bieler endete ihr Auftritt bei den Lions wie so oft in der Vergangenheit: mit einer Niederlage. Aus den letzten 11 Spielen gegen die Zürcher resultieren 10 Pleiten. Zwar zeigten sie sich bemüht, doch ausser durch die Linie mit Topskorer Jacob Micflikier und der Lockout-Verstärkung Tyler Seguin konnte kaum je Torgefahr produziert werden.
Auch die Lions boten kein offensives Feuerwerk, aber sie verfügten über mehr Klasse im Abschluss. So zum Beispiel beim 1:0 (4.), als Roman Wick von hinter dem Tor mit einem Backhand-Pass via Bande Luca Cunti im Slot bediente und dieser zur Führung traf. Das «Game-Winning-Goal» zum 2:1 fiel 21 Sekunden vor der 1. Pause, nachdem Thibaut Monnet solo auf Reto Berra losgezogen war und eiskalt verwertete.
(jäg)


