Inhalt

Fussball

Nationalmannschaft

Nati: Norwegische Standards als Warnung fürs Island-Spiel

Samstag, 13. Oktober 2012, 11:33 Uhr

Die Schweizer wussten von der Stärke der Norweger bei Standards. Nati-Coach Ottmar Hitzfeld hatte vor dem WM-Quali-Spiel in Bern nachdrücklich davor gewarnt. Trotzdem brachte ein ruhender Ball die Schweiz um einen möglichen Sieg. Ähnliche Gefahr droht auch von Island am Dienstag.

Videoplayer
Fussball: Die Standards der Norweger gegen die Schweiz

«Wir müssen uns auf eine Partie mit vielen Kopfballduellen vorbereiten», hatte Nati-Coach Ottmar Hitzfeld am Mittwoch vor dem Norwegen-Spiel gesagt. «Sie sind bei Standardsituationen - Einwürfen, seitlichen Freistössen und Eckbällen - sehr gefährlich», waren die Worte des Trainers am Tag vor dem Spiel.

Nach der Begegnung vom Freitagabend bleibt die bittere Erkenntnis, dass man sich im Schweizer Lager des norwegischen Gefahrenpotenzials zwar bewusst gewesen war, die Waffen der Wikinger aber nicht genügend entschärfen konnte.

Ein «perfekter» Eckball

Beim 1:1-Ausgleich durch Brede Hangeland in der 81. Minute war Eren Derdiyok zu weit weg vom Gegenspieler und Diego Benaglio kam mit seinen Fäusten zu spät. Zu ihrer Verteidigung sei aber gesagt, dass man einen Eckball nicht viel besser ausführen kann. John Arne Riises Hereingabe kam optimal, Hangelands Laufweg und Timing waren perfekt. Und die fast 2 Meter Körpergrösse des Verteidigers erschwerten die Aufgabe der Schweizer Defensive zusätzlich.

«Wir waren in dieser Szene nicht unsortiert. Aber der Ball kommt schön auf den 1. Pfosten und Hangelands Timing stimmt. Schade», meinte der Schweizer Torschütze Mario Gavranovic zum Gegentreffer.

Ein Konter und sechs Standards

Ausser beim Konter, der in der 90. Minute am Pfosten landete, waren die Norweger ausschliesslich bei stehenden Bällen richtig gefährlich: Freistoss indirekt (16.), Ecke von links (17.), Ecke von rechts (18.), Freistoss direkt (37.) waren die guten Möglichkeiten vor der Pause. Nach dem Wechsel wurde es nach einem der gefürchteten, weiten Riise-Einwürfe nochmals brenzlig (83.).

Weite Einwürfe auch bei Island

Die Schweiz kann sich damit trösten, dass nicht alle Teams in der Gruppe E derart auf ruhende Bälle spezialisiert sind wie die Norweger. Der Gegner der Hitzfeld-Equipe am Dienstag, das zweitplatzierte Island, gehört allerdings durchaus zu den Standard-Experten: Das 1. Tor beim 2:0-Auftakterfolg über Norwegen fiel beispielsweise nach einem Einwurf in Riise-Manier bis in den Strafraum. Die Nati ist (wieder) gewarnt.

Fussball: Islands 1. Treffer gegen Norwegen

(rek)