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Günthardt: «In Basel hat Federer bessere Chancen»
Tennis-Experte und SF-Co-Kommentator Heinz Günthardt war am Sonntag nach seinem Besuch im «sportpanorama» zu Gast im Chat. Dabei gab er Auskunft über die Chancen der Schweiz, den Davis Cup zu gewinnen, ob Roger Federer Ende Jahr noch die Nummer 1 ist und wie er sich auf ein Spiel vorbereitet.
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Eine Auswahl der Fragen respektive Antworten aus dem Chat mit Heinz Günthardt:
Frage von Amedee Meyer, Brügg: Hat Federer in Basel bessere Chancen gegen Murray als in Schanghai?
Günthardt: Ich meine ja. Denn man darf den Vorteil des Heimpublikums nicht unterschätzen. Ausserdem glaube ich, dass Murray in Schanghai speziell stark spielt, weil ihm offensichtlich die Verhältnisse speziell gut gefallen.
Frage von Rita Schwender, Bern: Guten Abend. Was meinen Sie, was ist Federer wichtiger: Das Heim-Turnier in Basel oder die ATP-Finals in London? Liebe Grüsse
Günthardt: Ich glaube beide Turniere sind absolute Highlights für ihn. Vielleicht neben den Grand Slams sogar die 2 wichtigsten Wochen.
Frage von Roli Gerber, Zofingen: Hallo, wie muss man sich eine Vorbereitung von Ihnen und Stefan Bürer auf ein Grand-Slam-Spiel vorstellen? Gibts es spezielle Rituale?
Günthardt: Ein Ritual ganz sicher: Wenn es der Zeitplan zulässt, treffen wir uns jeden Tag um 9 Uhr zum Frühstück. Wir konsultieren die Tageszeitungen, schauen uns die möglichen Themen an und tauschen uns aus. Normalerweise sind wir ca. 2 Stunden vor Matchbeginn im Stadion und holen uns im Pressecenter noch die letzten Infos.
Frage von Luca Schmidt, Neuenhof: Denken Sie, dass Federer Ende Jahr noch die Nummer 1 sein wird?
Günthardt: Nach Schanghai ist dies eher unwahrscheinlich. Selbst wenn Roger sämtliche Turniere bis zum Jahresende gewinnt, ersetzt er damit nur die Punkte aus dem Vorjahr. Deshalb kann ihn Djokovic auch überholen, ohne einen Titel zu gewinnen in den nächsten Wochen.
Frage von Ewald Bannwart, St. Gallen: Wann gewinnt die Schweiz den Davis Cup?
Günthardt: Hoffentlich im nächsten Jahr! Die Voraussetzungen waren noch nie besser - sofern Federer als auch Wawrinka fit bleiben.
Frage von Patrick Gfeller, Burgdorf: Guten Abend Herr Günthardt. Werden im Tennis nach wichtigen Partien eigentlich Dopingkontrollen durchgeführt, sowie es z.B. im Radsport praktiziert wird?
Günthardt: Es werden extrem viele Kontrollen im Tennissport durchgeführt. In dieser Beziehung unterscheidet sich Tennis sicher nicht vom Radsport oder von der Leichtathletik.
Frage von Claudia Hungerbuehler, Zürich: Guten Abend Herr Günthardt, wie schaffen Sie und Herr Bürer es, immer gerade die aktuellen Statistiken zu Roger Federers Karriere zur Hand zu haben während eines Turniers? Oder haben Sie das alles im Kopf? Und was machen Sie, wenn der Match nicht von SF2 übertragen wird? Ist das nicht etwas frustrierend: vor Ort zu sein und nicht live übertragen zu können?
Günthardt: Nein, wir haben nicht alles im Kopf. Aber es gibt bei den grösseren Tennisturnieren ein hervorragendes Pressezentrum, die die unmöglichsten Statistiken bereit liegen haben. Während des Spiels haben wir zudem einen Statistik-Monitor, der die Statistiken in Sekundenbruchteilen aufführt. Natürlich würden wir gerne alles live übertragen, nur das wollen die Reporter der anderen Sportarten auch und manchmal gibt es halt Überschneidungen.
(SRF)


