Tennis
ATP Schanghai
Federer von Cilic kaum gefordert
Roger Federer hat mit einer überzeugenden Leistung den Halbfinal beim ATP-1000-Turnier in Schanghai erreicht. Der Weltranglisten-Erste setzte sich gegen den Kroaten Marin Cilic in 81 Minuten mit 6:3 und 6:4 durch. In der Runde der letzten 4 trifft er auf Andy Murray.
Federer erwischte im 4. Duell mit Cilic einen Start nach Mass. Bereits nach wenigen Minuten führte der Weltranglisten-Erste mit 2:0. Doch der Kroate vermochte den Fehlstart zwischenzeitlich zu korrigieren. Nach dem Ausgleich zum 2:2 war Federer dann aber wieder der klar bessere Spieler. Gleichzeitig profitierte er von zahlreichen Fehlern seines Gegners. Dank zwei weiteren Breaks sicherte sich der Schweizer die 1:0-Satzführung.
Extrarunde zum Schluss
Im 2. Durchgang zeigte sich einmal mehr, wie stark Federer insbesondere bei den entscheidenden Punkten agiert. Während der Baselbieter gleich im 1. Game 3 Breakbälle von Cilic abwehren konnte, nutzte er wenig später seine 1. Chance zum Servicedurchbruch in Satz 2 zum 3:1. Zwar konnte der Kroate in der Folge noch einmal auf 4:5 verkürzen, nach 81 Minuten verwertete Federer schliesslich aber bei Aufschlag Cilic seinen 2. Matchball.
«Es war kein normaler Match», resümierte Federer. «Meist reichen 2 Breaks zum Sieg. Heute aber wars mehrfach ein Auf und Ab. Gesamthaft bin ich aber recht zufrieden mit meiner heutigen Leistung.» Für Federer war dies der 871. Sieg auf der ATP-Tour, womit er Andre Agassi in der ewigen Bestenliste überholte und neu auf Platz 4 steht. Gewinnt er das Turnier in Schanghai, winkt dem Schweizer ein weiterer Rekord. Mit 22 Siegen an Masters-1000-Turnieren wäre er vor Rafael Nadal (21 Triumphe) alleiniger Rekordhalter.
Murray mit mühevollem Sieg
Im Halbfinal trifft Federer zum ersten Mal seit der Niederlage im Olympia-Final auf Andy Murray. Der Schotte, der in Schanghai 2010 und 2011 jeweils den Titel gewonnen hatte, setzte sich gegen Radek Stepanek nach hartem Kampf mit 4:6, 6:2, 6:3 durch. Erst nach dem Verlust des 1. Satzes fand der Olympiasieger zu seinem Spiel und vermochte seinen Gegner stärker unter Druck zu setzen. Das Resultat waren die ersten Breakbälle für den Schotten überhaupt, von denen er deren 2 nutzen konnte und zum Satzausgleich kam.
Beide Spieler mit Chancen auf den Sieg
Im entscheidenden Umgang agierten Murray und Stepanek auf Augenhöhe. Bei den wichtigen Punkten behielt der Olympiasieger aber die besseren Nerven. Nach dem Break zum 5:3 war der Widerstand des Tschechen dann gebrochen.
Halbfinal live auf «SF zwei»
«SF zwei» überträgt den Halbfinal zwischen Roger Federer und Andy Murray am Samstag ab 14.00 Uhr (Schweizer Zeit) live. Sie können die Partie auch im Livestream auf sport.sf.tv mitverfolgen.
(agenturen/cud/dab)


