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U21 erkämpft sich ein Remis in Deutschland
Die Schweizer U21-Nationalmannschaft hat sich im EM-Barrage-Hinspiel gegen Deutschland ein 1:1-Unentschieden erkämpft. Josip Drmic erzielte 3 Minuten vor Schluss in Unterzahl den verdienten Ausgleich. Damit hat sich die Schweiz eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am Dienstag in Luzern erarbeitet.
Die Situation in der 87. Minute war bezeichnend für die Leistung der Schweiz in Leverkusen: Captain Pajtim Kasami kämpfte sich an der Linie durch und liess sich auch durch ein Foul von Lewis Holtby nicht aufhalten. Statt sich fallen zu lassen und einen Freistoss herauszuholen, hielt sich Kasami auf den Beinen und flankte den Ball butterweich in die Mitte, wo sich der eingewechselte Josip Drmic gegen Jan Kirchhoff durchsetzte und zum Ausgleich einköpfte.
Kurz zuvor hatte wenig darauf hingedeutet, dass das Spiel für die Schweiz noch eine glückliche Wendung nehmen würde. Ausgerechnet Fabian Schär, der zuvor eine ausgezeichnete Partie gespielt hatte, avancierte nach seinem Notbremse-Foul gegen Sebastian Polter zum tragischen Helden. So verschuldete er nicht nur den Elfmeter, den Sebastian Rudy in der 82. Minute souverän verwertete, sondern fehlt wegen seiner roten Karte nun auch im Rückspiel am Dienstag in Luzern.
Gute Ausgangslage für das Rückspiel
Deutschland präsentierte sich im Hinspiel als die erwartet hohe Hürde auf dem Weg an die EM-Endrunde in Israel 2013. Die Deutschen waren vor allem in der 1. Halbzeit feldüberlegen und schnürten die Schweiz phasenweise in deren eigenen Platzhälfte ein. Die Schweiz wehrte sich jedoch nach Kräften, wusste mit Roman Bürki einen hervorragenden Schlussmann in den eigenen Reihen und konnte immer wieder offensive Nadelstiche setzen. So kamen Steven Zuber und Kasami zu guten Abschlussmöglichkeiten, konnten aber nicht reüssieren.
In der 56. Minute vergab Amir Abrashi nach schöner Vorarbeit von Zuber gleich zweimal in bester Abschlussposition. Spätestens ab diesem Moment verdiente sich die Schweiz den Punktgewinn. Und als Bürki auch in der Nachspielzeit eine Grosschance von Karim Bellarabi zunichte machte, durfte sich das Team von Pierluigi Tami über das Unentschieden freuen, das die Schweiz für das Rückspiel in eine vielsprechende Ausgangslage manövriert.
Tami: «Sind nicht Favorit»
Tami zeigte sich nach dem Spiel zufrieden, war aber bemüht, keine verfrühte Euphorie aufkommen zu lassen: «Wir haben mit grosser Leidenschaft gekämpft. Diese Leistung war gegen diesen starken Gegner allerdings auch erforderlich. Wir gehen auch ins Heimspiel nicht als Favorit, denn die deutsche Mannschaft ist gut besetzt, wir müssen sehr konzentriert sein.»
Telegramm
Deutschland - Schweiz 1:1
Leverkusen. - 7382 Zuschauer. - SR Lahoz (Sp). - Tore: 82. Rudy (Foulpenalty) 1:0. 87. Drmic (Kasami) 1:1.
Deutschland: Leno; Jung, Kirchhoff, Sobiech, Jantschke; Rudy, Leitner (80. Volland); Beister, Holtby, Esswein (46. Bellarabi); Mlapa (72. Polter).
Schweiz: Bürki; Widmer, Schär, Affolter, Daprela; Wiss (75. Buff), Abrashi; Kasami, Toko (84. Philippe Koch), Zuber; Seferovic (72. Drmic).
Bemerkungen: 81. Platzverweis Schär (Notbremse).
(dab)


