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Benaglio: «Mussten gegen 12 Mann spielen»
Das 1:1 gegen Norwegen hat für viele Emotionen im Schweizer Lager gesorgt. Einerseits ärgerten sich die Protagonisten über den postwendenden Ausgleich, anderseits erhitzte die Leistung von Schiedsrichter David Fernandez Borbalan die Gemüter.
2 Tore und jede Menge Emotionen brachte die Partie zwischen Norwegen und der Schweiz. Auch nach Spielschluss hatten einige Schweizer Spieler Mühe, ihre Gefühlsregungen im Zaum zu halten. Allen voran ärgerte sich Diego Benaglio, der schon im Spiel die gelbe Karte wegen Reklamierens gesehen hatte, über die Leistung des Unparteiischen.
Der Spanier David Fernandez Borbalan hatte einige knifflige Entscheidungen zu treffen, die nicht immer zugunsten der Schweizer ausfielen. «Wir mussten heute gegen 12 Mann spielen», sagte Benaglio.
Benaglio: «War nicht einfach zu verteidigen»
Doch nicht nur der Schiedsrichter sorgte für Misstöne im Schweizer Lager, sondern auch der schnelle Ausgleich. «Wir wussten, dass die Norweger extrem gefährlich sind bei stehenden Bällen», so Torschütze Mario Gavranovic, «das haben sie in der 1. Halbzeit bereits gezeigt.»
Benaglio ergänzte: «Mit Hangeland haben sie zudem einen Riesen in ihren Reihen.» Dass die Ordnung aufgrund des kurz zuvor gefallenen Führungstreffer nicht gestimmt habe, wollte der Nationaltorhüter nicht gelten lassen. «Es war einfach extrem schwierig, diese stehenden Bälle zu verteidigen.»
Hitzfeld: «Müssen das wegstecken»
Nun gilt es, den Fokus auf die kommende Aufgabe am Dienstag in Island zu richten. «Wir sind immer noch an der Spitze der Tabelle», machte Gavranovic sich und dem Team Mut.
Auch Ottmar Hitzfeld will nicht mehr zu viele Gedanken an die «verpasste Chance» verschwenden. Der schnelle Ausgleich sei natürlich bitter gewesen für die Mannschaft, gibt der Nationaltrainer zu verstehen, «doch das müssen wir wegstecken und mit einer positiven Einstellung nach Island reisen.»
Auch Norweger nicht zufrieden
Die Norweger wussten nach dem Spiel nicht genau, ob sie sich nun über den Punktgewinn freuen oder dem möglichen Sieg nachtrauern sollen. In der Onlineausgabe der norwegischen Zeitung Aftenposten zeigte sich Trainer Egil Olsen nicht ganz zufrieden. «Am Ende wären 3 Punkte möglich gewesen», sagte der Nationaltrainer der Nordländer mit Blick auf den Pfostenschuss von Tarik Elyounoussi in der 90. Minute.
Torschütze Hangeland schlug in die gleiche Kerbe: «Wir brauchen unbedingt Punkte, deshalb bin ich fast ein wenig enttäuscht, dass es nicht zu einem Sieg gereicht hat.»
(dab)


