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Tennis

ATP Schanghai

Keine Geheimnisse vor dem 13. Duell Federer vs. Wawrinka

Mittwoch, 10. Oktober 2012, 23:02 Uhr

Am Donnerstag stehen sich Roger Federer und Stanislas Wawrinka im Achtelfinal des ATP-1000-Turniers in Schanghai ab ca. 14.00 Uhr MEZ zum insgesamt 13. Mal gegenüber. Die Statistik spricht eine ganz klare Sprache zugunsten der Weltnummer 1, die auch auf mentaler Ebene grosse Vorteile hat.

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Das letzte Duell: Im August 2012 in Cincinnati

Es sind Statistiken zum Vergessen für Stanislas Wawrinka: Der Romand liegt im Head-to-Head gegen Roger Federer 1:11 im Hintertreffen und hat die 9 letzten Duelle alle verloren (Satzverhältnis 1:21). Sein einziger Sieg über die aktuelle Weltnummer 1 gelang ihm vor über 3 Jahren auf Sand (Monte Carlo). Die Bilanz auf Hartplätzen steht bei 8:0 Siegen für Federer (Satzverhältnis 17:1).

Wawrinkas mentale Schwäche

«Ich habe noch keinen Weg gefunden, wie man Roger auf Hartplatz schlägt», gab Wawrinka nach dem Dreisatz-Erfolg in der 2. Runde in Schanghai gegen Denis Istomin (Usb) zu. Und die Weltnummer 17 fügte an: «Vielleicht muss er ganz einfach etwas weniger stark spielen.»

Diese Aussage ist typisch für Wawrinka, der Federer vor allem in einem Bereich deutlich unterlegen ist: auf der mentalen Ebene. Dazu passt auch die Tiebreak-Bilanz zwischen den beiden besten Schweizer Tennis-Spielern. 5 Mal ging es in eine Kurzentscheidung, 5 Mal behielt Federer die Oberhand. Wawrinka kam dabei zu keinem einzigen Satzball.

Federer, der Hallen-Spezialist

Für den Westschweizer kommt in Schanghai erschwerend dazu, dass in der Halle gespielt wird. Federer ist der erfolgreichste noch aktive Indoor-Spieler und hat 20 seiner 76 Turniersiege in der Halle gefeiert. Trotz seiner langen Pause nach dem Daviscup in den Niederlanden, hat der 17-fache Grand-Slam-Sieger in seiner Partie gegen Yen-Hsun Lu schon wieder ein beachtliches Niveau erreicht. «Es war ein gutes Match, ich wurde kein einziges Mal gebreakt. Hoffentlich geht es so weiter», resümierte Federer.

Keine Geheimnisse

Die beiden Freunde, die 2008 in Peking gemeinsam Olympia-Gold im Doppel gewonnen haben, wissen, was sie am Donnerstag im Abendmatch (ab ca. 14.00 Uhr MEZ) erwartet. «Wir wissen alles voneinander», sagte Wawrinka. «Wir haben eine lange, gemeinsame Geschichte», erklärte Federer, der im Schanghai-Achtelfinal einen zusätzlichen Ansporn hat: «Falls ich gewinne, würde ich die 300. Woche als Nummer 1 erreichen. Das wäre schon etwas Besonderes.»

Wawrinka: «Nicht spektakulär, aber schön»

Wawrinka, der jüngst gegen Federer nichts zu lachen hatte, wird wohl an seinen einzigen Triumph gegen den berühmteren Landsmann zurückdenken. «Es war vielleicht nicht das spektakulärste Tennis, aber es war mein schönster Sieg», hatte er 2009 nach dem Coup in Monte Carlo gesagt. Gegen ein ähnliches Fazit hätte Wawrinka am Donnerstag nichts einzuwenden.

(rek)