Tennis
ATP Schanghai
Federer lanciert Hallensaison gegen Taiwaner
Roger Federer trifft beim ATP-1000-Turnier in Schanghai zum Auftakt der Hallensaison am Mittwoch (um 14.00 Uhr MESZ) auf Yen-Hsun Lu (ATP 62). Der Schweizer gewann das bisher einzige Duell gegen den Taiwaner vor 3 Jahren in der Startrunde von Wimbledon ohne Mühe.
Yen-Hsun Lu rückte über die Qualifikation in das Haupttableau von Schanghai. In der 1. Runde bekundete der Taiwaner gegen den Wildcard-Inhaber Zhang Ze aus China beim 6:0 und 6:2-Sieg keine Mühe.
Auftakthürde zum 6. Wimbledon-Sieg
Nun fordert der 29-Jährige Roger Federer zum 2. Duell heraus. Beim ersten Aufeinandertreffen in Wimbledon 2009 vermochte Lu den 17-fachen Grand-Slam-Sieger nur im 1. Satz zu fordern. Federer gewann die Auftaktpartie zu seinem 6. Triumph bei den All England Championships schliesslich souverän in 105 Minuten mit 7:5, 6:3 und 6:2.
Keine Titel – aber grosse Siege
Lu, der sich der Einfachheit halber selbst den Spitznamen «Rendy» gegeben hat (sein Englisch-Lehrer bekundete Mühe mit der Aussprache seines Vornamens), konnte auf ATP-Stufe bisher weder einen Titel erringen noch in einen Final vorstossen. Einzig im Doppel feierte er 2005 in Chennai und 2012 in Bangkok einen Turniersieg. Der 1,80-Meter grosse Rechtshänder, der in der Weltrangliste noch nie besser als an 33. Stelle klassiert war, hat aber durchaus schon grosse Siege gefeiert.
So zum Beispiel an den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Damals warf er in der 1. Runde den als Nummer 6 gesetzten Schotten und aktuellen Olympiasieger Andy Murray überraschend aus dem Turnier. Im darauffolgenden Jahr stiess er in Wimbledon bis in den Viertelfinal vor, nachdem er in der 4. Runde in einem fast 5-stündigen Kampf den Amerikaner Andy Roddick im 5. Satz mit 9:7 bezwungen hatte. Gegen Novak Djokovic blieb er anschliessend chancenlos.
Federer fühlt sich bereit
In 16 Duellen gegen einen Top-10-Spieler ging Lu immerhin fünfmal als Sieger hervor. Viel mehr kann der seit 2001 auf der Profi-Tour mitwirkende Taiwaner in seinem Palmarès aber nicht aufweisen. Er müsste über sich hinauswachsen, um gegen Federer die Überraschung zu schaffen. Der Schweizer seinerseits freut sich auf seinen Auftritt in der chinesischen Metropole, nachdem er das Turnier 2011 ausgelassen hatte. Er liebe es, in China spielen zu dürfen, sagte der 31-Jährige.
«Ich schätze die Unterstützung der Fans hier sehr. Darum wollte ich das Turnier auf keinen Fall verpassen», meinte Federer weiter. Er selbst fühlt sich bereit, die Hallensaison erfolgreich in Angriff nehmen zu können. «Ich habe keine Verletzungen und fühle mich auch nicht müde. Nun gilt es, mich nur auf die 1. Partie zu fokussieren und einen optimalen Start ins Turnier hinzulegen», blickte der Baselbieter voraus.
(sta)


