Fussball
Super League
Komornicki: «Was uns fehlt, sind Siege»
Der FC Luzern kommt einfach nicht vom Fleck: Nach der unnötigen 2:3-Niederlage in Sion liegen die Innerschweizer weiterhin nur auf dem 9. Rang der Super League. «Dieses Spiel hätten wir niemals verlieren dürfen», waren sich Spieler und Verantwortliche einig.
Spieler und Trainer des FC Luzern haderten nach der unnötigen 2:3-Niederlage am Sonntag gegen ein Sion, das während einer Stunde mit einem Mann weniger spielen musste, mit den vielen vergebenen Chancen. Nach einem solchen Spiel war auch Häme nicht weit: Der Blick bezeichnete die FCL-Spieler in seiner Montagsausgabe als «Kokos Nüsse» und die Aargauer Zeitung titelte: «Der Chancentod ist Luzerner».
«Das war unsere dümmste Niederlage in dieser Saison», sprach FCL-Keeper David Zibung nach dem Spiel Klartext. Die 7. Niederlage im 12. Spiel bringt Trainer Ryszard Komornicki und Sportchef Heinz Hermann noch tiefer in die Bredouille. Die zweiwöchige Länderspiel-Pause soll nun dazu genutzt werden, hart zu arbeiten und die Eigenfehler auszumerzen. «Was uns fehlt, sind Siege», ist Komornicki überzeugt. «Unser Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ertrag.»
Rückendeckung für Komornicki
«Ich vertraue dem Trainer», stellte Hermann gleich nach dem Schlusspfiff im Tourbillon klar. «Wir spielten gegen Sion phasenweise guten Fussball, wir überzeugten kämpferisch.» Doch es sei ihm natürlich bewusst, dass am Ende trotzdem einzig und alleine das Resultat und der Blick auf die Tabelle zählen würden.
Die Unruhe rund um den Vize-Meister und Cup-Finalisten der letzten Saison dürfte anhalten. Doch neben Hermann stärkt auch die Neue Luzerner Zeitung den Rücken des Trainers: «Die Vorstellung gegen Sion darf den Verantwortlichen trotz Unzulänglichkeiten in Abwehr und Sturm nicht den Job kosten. Die Mannschaft spielte engagiert und war taktisch sehr gut eingestellt», analysierte das «Hausblatt» der Innerschweizer.
FCL «braucht Ruhe»
Ob das auch Hauptaktionär Bernhard Alpstaeg, CEO Thomas Schönberger und Präsident Mike Hauser so sehen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Alpstaeg betonte jedoch schon einmal: «Jetzt brauchen wir Ruhe im Verein».
(rst)


