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Ibrahimovic-Show im «anderen Klassiker»

Montag, 8. Oktober 2012, 14:10 Uhr

Das Pendant zu Spaniens «Clásico» zwischen Barcelona und Real Madrid ist in Frankreich der «Classique» zwischen Marseille und Paris Saint-Germain. Beide mit Spannung erwartete Duelle boten am Sonntag keine Sieger, aber beste Unterhaltung und zwei Doppeltorschützen. Paris' Zlatan Ibrahimovic entzückte mit Traumtoren.

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Lionel Messi und Cristiano Ronaldo stehen fast immer im (medialen) Fokus. Und wenn das Direktduell zwischen ihren beiden Mannschaften ansteht, sowieso. Am Sonntag trennten sich die beiden Titelfavoriten in Spanien 2:2. Die Tore erzielten die beiden Superstars Messi und Ronaldo.

Der argentinische Weltfussballer kam in der letzten Saison in der Meisterschaft  auf sagenhafte 50 Tore, der portugiesische Stürmer markierte deren 46. Und auch in dieser Spielzeit skort das Duett mit je 8 Treffern munter weiter. Konkurrenz macht den beiden Zlatan Ibrahimovic. Nicht nur was die Anzahl Tore anbelangt, sondern auch die Art und Weise, wie er sie erzielt.

Erwartungen erfüllt

Im Sommer holte eine katarische Investorengruppe für weit über 100 Millionen Franken neue Spieler nach Paris, unter ihnen Ibrahimovic. Der schwedische Stürmer, von 2004 bis 2011 mit seinem jeweiligen Klub (Ajax, Juventus, Inter Mailand, Barcelona und Milan) Landesmeister, erfüllt die Erwartungen bislang vollends, so auch am Sonntag in Marseille.

Vor 18 Jahren war in der Ligue 1 der «Classique» zwischen Marseille und Paris letztmals die Begegnung zwischen dem Leader und dessen ersten Verfolger. Die hohen Erwartungen wurden erfüllt, vor allem in der 1. Halbzeit. André-Pierre Gignac brachte das Heimteam in Front, ehe der grosse Auftritt von Ibrahimovic folgte.

Zauber-Tor dank Taekwondo

Innert 120 Sekunden brachte der Schwede die Hauptstädter in Führung. Beim Ausgleich nahm er einen Eckball direkt mit dem Absatz ab. Die Szene erinnerte an eine Taekwondo-Einlage, was nicht von ungefähr kommt: Mit 17 Jahren hatte Ibrahimovic den schwarzen Gurt in dieser Sportart erworben. Das 2:1 erzielte er mit einem wuchtigen Freistoss aus über 25 Metern. Zum Sieg reichte es trotzdem nicht, Gignac traf erneut. Alle Tore fielen zwischen der 17. und 32. Minute.

Dank dem Remis vertedigte OM die Spitzenposition 3 Zähler vor dem PSG. Im Torschützenklassement ragt Ibrahimovic mit bereits 9 Treffern heraus. Hier liegt er also im Quervergleich mit Messi und Ronaldo in Führung, allerdings bei einem Mehrspiel. Sein Ziel liegt auf kollektiver Ebene: «Ich habe den Traum, dass Paris das beste Team in Europa und der Welt wird.» Barcelona und Real Madrid dürften etwas dagegen haben.

(jäg)