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Fussball

Europe League

Glückliche, aber verdiente Wende für den FCB

Donnerstag, 4. Oktober 2012, 20:56 Uhr

Der FC Basel ist in der Europa League auch in seiner 2. Partie nicht über ein Remis hinausgekommen. 2 Wochen nach dem 0:0 bei Sporting Lissabon spielten die «Bebbi» zu Hause gegen Genk 2:2. Beide Treffer für den FCB erzielte Marco Streller.

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EL: Zusammenfassung Basel - Genk («sportaktuell»)

Wenig deutete nach 60 Minuten auf einen Basler Punktgewinn gegen Genk hin. Die effizienten Belgier, die seit der 38. Minute mit 2:0 in Führung lagen, kontrollierten das Geschehen sicher. Der FCB wirkte ideenlos und schien langsam zu resignieren.

Penaltyszene mit Stocker

Dann aber wurde Valentin Stocker in der 71. Minute im Strafraum hoch angespielt. Der Mittelfeldspieler nahm den Ball mit dem Arm an, was vom Unparteiischen jedoch nicht geahndet wurde. Dafür aber die Intervention des Genk-Verteidigers unmittelbar danach in der gleichen Szene.

Marco Streller liess sich nicht zweimal bitten und verwandelte den Elfmeter sicher. Der Captain war es dann auch, der 5 Minuten vor dem Ende per Kopf zum 2:2 traf. Auch in dieser Szene hatte der FCB Glück: Streller stützte sich bei seinem Gegenspieler auf. Genk, das vor der Pause aus 3 Chancen 2 Treffer erzielt hatte, wurde damit für seinen passiven Auftritt in den zweiten 45 Minuten bestraft.

Starker Jelle Vossen

Die Wende der Basler kam spät und die beiden Tore waren auf Grund ihrer Entstehung glücklich. Trotzdem ist der Punktgewinn hochverdient. Basel war schon vor der Pause die spielbestimmende Mannschaft gewesen, war aber vor dem Tor zu wenig durchschlagkräftig und in der Defensive anfällig.

Ganz im Gegensatz zu Genk: Benjamin De Ceulaers Steilpass auf den brandgefährlichen Jelle Vossen fand an den zögernden Aleksandar Dragovic und Yann Sommer vorbei unberührt den Weg ins Tor. Und in der 38. Minute traf Vossen nach einer sehenswerten Ball-Stafette (die Dragovic mit einem Luftloch erst ermöglicht hatte) zum 0:2.

Frei und Dragovic verletzt

Auch danach kämpfte Basel vorerst glücklos - und beklagte zudem Verletzungspech: Alex Frei erlitt nach einem Kopfball eine Platzwunde am Kopf (die genäht werden musste) und blieb nach der Pause in der Kabine. Gleich zu Beginn der 2. Halbzeit verletzte sich Dragovic ohne Fremdeinwirkung am Knöchel und musste ersetzt werden. Wie lange das Duo ausfällt, ist noch unklar.

«Die verletzungsbedingten Wechsel haben grosse Unruhe in unser Spiel gebracht», meinte Basel-Trainer Heiko Vogel nach dem Spiel. Der Deutsche sprach gleichzeitig seiner Mannschaft ein «Riesenkompliment» aus. Sie habe «gefightet ohne Ende».

Klare Niederlage für Sporting

Mit einer faustdicken Überraschung endete die 2. Partie in der Gruppe G. Das favorisierte Sporting Lissabon tauchte in Ungarn bei Videoton Szekesfehervar gleich mit 0:3. Für Videoton, das sich vor 2 Wochen in Genk mit 0:3 hatte geschlagen geben müssen, waren es die ersten Tore und Punkte in der Europa League.

Nach gut einer halben Stunde war die Partie zwischen Videoton und Sporting bereits entschieden. Paulo Vinicius (15.), Filipe Oliveira (21.) und Nemanja Nikolic (35.) hatten in regelmässigen Abständen die Treffer für das Heimteam erzielt. Damit liegt Szekesfehervar nach 2 Runden mit einem Zähler Rückstand auf Genk auf dem 2. Gruppenplatz. Dahinter folgt der FCB mit 2 Punkten. Sporting ist Tabellenletzter.

(rek)