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Super League
Meier: «Pa Modous Penalty war irregulär»
Die Penalty-Variante von Oscar Scarione und Jagne Pa Modou im Spitzenspiel GC gegen St. Gallen war, wenn auch misslungen, durchaus interessant - aber irregulär. St. Gallens Pa Modou hätte verwarnt werden müssen und GC hätte einen indirekten Freistoss erhalten sollen, sagt der ehemalige Spitzenschiedsrichter Urs Meier.
«Es muss für den Schiedsrichter und den Torhüter klar ersichtlich sein, wer den Elfmeter schiesst», so Meier. Der fünfmalige Schweizer Schiedsrichter des Jahres, der u.a. auch Spiele an Welt- (1998, 2002) Und Europameisterschaften (2000, 2004) geleitet hatte, meint gar: «Pa Modou hätte vom Schiedsrichter wegen Unsportlichkeit verwarnt werden müssen und GC hätte einen indirekten Freistoss erhalten sollen.»
Was allerdings erlaubt ist, wäre eine indirekte Variante. «Wenn derjenige, der den Ball gesetzt hat, den Ball nur leicht antippt und ein anderer Spieler von hinten in den Strafraum kommt und den Ball versenkt», erklärt Meier.
Ref «mit blauem Auge davon gekommen»
St. Gallens Scarione war in der 74. Minute beim Stand von 1:0 für die «Hoppers» zum Elfmeter angetreten, drehte sich danach aber ab und aus dem Hinterhalt lief plötzlich Pa Modou an. Schiedsrichter Sébastien Pache lief die Partie weiterlaufen und kann sich glücklich schätzen, dass Bürki den schlecht geschossenen Elfer des Gambiers parieren konnte. Sonst hätte der Spitzenkampf durch einen irregulären Treffer 1:1 geendet. So hat Paches Nicht-Intervention aber keine Folgen. «Er ist mit einem blauen Auge davon gekommen», sagt Meier.
Bürki schon in richtiger Ecke
Von der Variante überrascht zeigte sich auch Penaltyheld Bürki, der unterdessen seit 630 Minuten kein Gegentor mehr erhalten hat. «Ich wusste, dass Scarione meist in die rechte Ecke schiesst und bewegte mich daher auch dorthin. Plötzlich sah ich aus dem Augenwinkel, dass er sich abdreht und Pa Modou anläuft. Zum Glück schoss er dann auch rechts, wie ich das von Scarione erwartet hatte.»
(bon)


