Eishockey
NLA
Genf mit neuem Startrekord
NLA-Leader Genf-Servette hat zuhause gegen den HC Lugano mit 3:2 nach Verlängerung gewonnen und mit dem 8. Sieg in Folge einen neuen Rekord aufgestellt. Das entscheidende Tor für die Genfer erzielte Yannick Weber in doppelter Überzahl.
Zuletzt war es den Kloten Flyers vor 2 Jahren gelungen, zum Saisonstart 8 Siege aneinander zu reihen. Allerdings mussten die Zürcher Unterländer damals zweimal in die Verlängerung gehen und hatten darum «nur» 22 Punkte auf dem Konto. Die Servettiens stehen jetzt ebenfalls bei 8 Siegen, haben aber einen Zähler mehr gesammelt.
Genfer Mut belohnt
Beim hart erkämpften 3:2-Heimsieg nach Verlängerung gegen den HC Lugano mussten die Genfer trotzdem zum ersten Mal in dieser Saison einen Punkt abgeben. Den Siegtreffer in einer hochklassigen Partie erzielte Yannick Weber 21 Sekunden vor Ende der Overtime.
Als die beiden HCL-Spieler Luca Sbisa und Flavien Conne in der Overtime nacheinander eine Strafe kassierten, nahmen die Genfer ihren Keeper Tobias Stephan vom Eis und suchten mit 6 gegen 3 Feldspielern die Entscheidung. Das Risiko lohnte sich, der Slapshot von Weber fand den Weg ins Netz. Für den Verteidiger der Montreal Canadiens war es der 3. Torerfolg im 6. NLA-Spiel der Karriere.
Wende nach 0:2-Rückstand
Die Genfer liessen sich gegen Lugano selbst von einem Fehlstart nicht vom Weg abbringen. Bereits nach 59 Sekunden und einem Tor von Jordy Murray hatten die Gäste mit 1:0 geführt. Der Kanadier mit Schweizer Lizenz profitierte von einer mustergültigen Vorarbeit von Brett McLean. Kurz nach Beginn des Mitteldrittels konnte Oliver Kamber für die Tessiner sogar nachdoppeln.
Doppel-Torschütze Weber
Auf den 0:2-Rückstand reagierten die Genfer im Stile eines Spitzenteams: Nur 205 Sekunden nach dem Kamber-Treffer war es Weber, der in Überzahl verkürzen konnte. Das Heimteam kreierte anschliessend Chance um Chance, doch Topskorer Cody Almond, Ryan Keller und Goran Bezina scheiterten immer wieder am hervorragenden Lugano-Keeper Daniel Manzato.
Es brauchte einen genialen Pass von Kevin Romy, um gegen hartnäckige Luganesi das 2:2 zu ermöglichen. Der ehemalige Lugano-Spieler bediente in der 45. Minute Dan Fritsche, der seinen 2. Saisontreffer markierte.
Auch mit Tricks keine 3 Punkte
Genf-Coach Chris McSorley setzte in der Folge alles daran, um den Sieg in der regulären Spielzeit sicherzustellen: Doch weder die Forcierung der Topspieler, noch ein Time-Out, noch diverse Gehässigkeiten und auch nicht eine Blockade der Spielerbank-Tür konnten die Entscheidung vor der 60. Minute herbeiführen.
(rst)


