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Skandal um Karabatic zieht weitere Kreise
Der Manipulationsskandal um den französischen Weltklasse-Handballer Nikola Karabatic schlägt immer höhere Wellen. Nachdem die Polizei ihn und mehrere Montpellier-Teamkollegen am Sonntagabend verhört hatte, meldete sich nun Karabatics Anwalt zu Wort.
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Nach einer vorübergehenden Festnahme Nikola Karabatics am Sonntagabend hat sich sein Verteidiger nun zu Wort gemeldet: «Die Spieler haben zwar gewettet, aber nicht betrogen», sagte Eric Dupond-Moretti dem französischen Sender Radio RTL .
Zuvor waren sein Mandant und 4 weitere Spieler direkt nach der Partie des amtierenden Meisters Montpellier bei Paris Saint-Germain (24:32) aus der Kabine geholt und zum Verhör in den Pariser Vorort Nanterre, dem Hauptsitz der Glücksspiel-Polizei, gebracht worden. Insgesamt wurden in diesem Zusammenhang 18 Personen von der Polizei festgenommen.
Manipulationsvorwürfe im Spiel gegen Rennes
Den Spielern, unter ihnen auch Karabatics Bruder Luka, wird vorgeworfen, am 12. Mai im Auswärtsspiel beim abstiegsgefährdeten Klub Cesson Rennes mit Wetten auf einen Halbzeitrückstand viel Geld kassiert zu haben. Statt eines durchschnittlichen Einsatzes von 5000 Euro sollen an jenem Tag insgesamt 80'000 Euro auf das Spiel gesetzt und damit Gewinne von rund 200'000 Euro gemacht worden sein. Nikola Karabatic, der in besagter Partie verletzungshalber fehlte, soll 1500 Euro durch seine Freundin eingesetzt haben.
Am Dienstag vor dem Ermittlungsrichter
Es gebe einen starken Verdacht auf Korruption und Missachtung der Sportethik seitens des Profis von Montpellier sowie von Teamkollegen und den Spielern nahestehenden Personen, sagte Staatsanwalt Brice Robin. Man werde die Verdächtigen am Dienstag dem Ermittlungsrichter vorführen, um dann über die Einleitung eines Strafverfahrens wegen Korruption zu entscheiden.
«Gewettet ja, aber nicht manipuliert»
«Sie haben gewettet, das ist ein sportlicher Regelverstoss, aber keine Straftat. Damit die Justiz intervenieren kann, bedarf es eines manipulierten Spiels, ansonsten kann sie nicht eingreifen», sagte Karabatic-Verteidiger Dupond-Moretti. «Es ist Sache der Staatsanwaltschaft, zu beweisen, dass das Spiel manipuliert wurde. Die Spieler bestreiten auf das heftigste, das Spiel verschoben zu haben. Sie sind keine Betrüger, das Match ist nicht manipuliert worden.»
Klubpräsident droht mit Strafen
Montpellier-Vereinspräsident Rémy Lévy kündigte auf einer Pressekonferenz am Montagnachmittag drastische Konsequenzen an. «Wenn sich die Vorwürfe erhärten sollten, brauchen wir eine exemplarische Strafe», sagte Lévy und bezeichnete den Klub als Opfer.
(sid/sas/rek)


