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Kaymer bejubelt «besten Tag meines Lebens»

Montag, 1. Oktober 2012, 16:06 Uhr

Mit seinem entscheidenden Putt beim Ryder Cup hat sich Martin Kaymer plötzlich zum umjubelten Helden des Teams Europa gemacht. Dabei hatte der geschichtsträchtige Anlass im amerikanischen Medinah für den deutschen Golfer alles andere als wunschgemäss begonnen.

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Die Entscheidung am Ryder Cup

Auch einige Stunden nach dem wichtigsten Putt seines Lebens stand Martin Kaymer noch immer die pure Freude ins Gesicht geschrieben. «Das ist der beste Tag meines Lebens. Ich wollte nach dem schwachen Auftakt mir und den anderen beweisen, was ich wirklich kann», sagte der deutsche Golfer, nachdem er dem Team Europa in einem Herzschlagfinal den entscheidenden 14. Punkt geholt und den Titelverteidiger damit zum Sieger im 39. Ryder Cup gemacht hatte.

Twitter-Beifall für Kaymer

Als «Problemfall» nach Medinah vor den Toren Chicagos gereist, war er 72 Stunden, 36 Löcher und einen unvergesslichen 2-Meter-Schlag später plötzlich zum umjubelten Helden des starbesetzten Teams geworden.

Auch die Sportprominenz war begeistert. «Martin Kaymer! Wahnsinn. Glückwunsch», twitterte Basketball-Star Dirk Nowitzki, Boris Becker stellte fest: «Kaymer all the way baby», und Handballer Stefan Kretzschmar verneigte sich virtuell: «martin kaymer! du bist der wahnsinn!!!»

Bild Dirk Nowitzkis Gratulationen.
Dirk Nowitzkis Gratulationen. SF

Auch Kaymer zeigte nach dem Triumph ungewohnt offen seine Emotionen. «Jetzt weiss ich, wie es sich anfühlt, den Ryder Cup zu gewinnen. Das ist einfach unbeschreiblich», frohlockte er. Zum entscheidenden Putt sagte er: «Wenn ich ehrlich bin, weiss ich gar nicht mehr, wie der Ball gefallen ist.»

Wahrer Steigerungslauf

Dabei hatte Kaymer beim legendären Ryder Cup keinen guten Start erwischt. Am Samstag hatte er nach seiner schwachen Auftaktleistung pausieren müssen. «Meine Einstellung war nicht sehr gut», räumte Kaymer rückblickend ein. Auch am Entscheidungstag fand der ehemalige Weltranglistenerste zunächst nicht zu seinem Spiel, erst eine unmissverständliche Ansage von Team-Captain José María Olazábal rüttelte ihn auf.

«Olazábal meinte, dass wir meinen Punkt zum Sieg benötigen. Diese Situation hat mir von Loch zu Loch mehr gefallen», sagte Kaymer. Und am Ende setzte der Deutsche mit seinem Putt dem «Krieg der Kontinente» ein Ende. Kaymer sagte nach der heroischen Aufholjagd seines Teams: «Diese Erfahrung beim Ryder Cup ist mit nichts vergleichbar.»

(sid/sas)