Fussball
Super League
GC übernimmt mit Sieg die Tabellenspitze
Die Grasshoppers haben das Super-League-Spitzenspiel vor 14'400 Zuschauern im Letzigrund gegen St. Gallen mit 1:0 gewonnen und die Ostschweizer von Platz 1 verdrängt. Die Matchwinner waren Torschütze Nassim Ben Khalifa und «Rekord-Goalie» Roman Bürki.
120 Sekunden nachdem GC-Keeper Roman Bürki David Zibungs «Schweizer Rekord» von 611 Minuten ohne Gegentor gebrochen hatte, bot sich St. Gallen die goldene Möglichkeit zum 1:1-Ausgleich. Nach einem von Milan Vilotic an Oscar Scarione verschuldeten Penalty lief überraschend Pa Modou in der 74. Minute zum Strafstoss an - und scheiterte an Bürki.
Der Berner im Tor der Zürcher baute bis zum Schluss der Partie die neue Bestmarke eines Schweizer Goalies auf 630 Minuten aus. «Dieser Rekord bedeutet mir sehr viel», meinte Bürki nach der Partie. «Vor allem nach der letzten Saison, die nicht gut verlaufen war.»
1. Niederlage für den FCSG
Dank Bürkis «Shutout» und dem goldenen Tor, das Nassim Ben Khalifa in der 38. Minute nach einem Eckball von Izet Hajrovic erzielte, feierten die Grasshoppers ihren 7. Sieg in Serie: 1:0, 2:0, 1:0, 2:0, 1:0, 2:0, 1:0 lauten die Resultate der erstaunlichen «Hoppers». GC löste St. Gallen gleichzeitig an der Tabellenspitze ab und fügte dem Aufsteiger in der 11. Runde die 1. Niederlage zu.
GC nach der Pause defensiv
Ein Remis wäre aus Sicht der St. Galler nicht unverdient gewesen. Die Mannschaft von Jeff Saibene bestimmte nach der Pause über weite Strecken die Partie. Gegen nun defensiv eingestellte Grasshoppers fehlte in Strafraumnähe aber die zündende Idee. Und kam einmal ein Schuss auf das Tor, war der aufmerksame Bürki zur Stelle.
«Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben vieles richtig gemacht. Es fehlte nur wenig zum Torerfolg», meinte FCSG-Coach Saibene.
Grichting verletzt
Vor dem Seitenwechsel war GC die aktivere Equipe gewesen. Veroljub Salatic mit dem Kopf und Steven Zuber bei einem Konter besassen die besten Möglichkeiten für weitere Tore. Getrübt wurde die Freude der Zürcher einzig durch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Abwehr-Patron Stéphane Grichting in der Pause. «So wie es aussieht, hat er eine Bänderverletzung erlitten», so GC-Trainer Uli Forte.
(rek)


