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Fussball

Super League

YB schiesst sich den Frust von der Seele

Sonntag, 30. September 2012, 15:41 Uhr

YB ist die Rehabilitation nach dem schwachen Derby-Auftritt gegen Thun auf eindrückliche Art und Weise gelungen. Die Hauptstädter fegten Tabellenschlusslicht Servette zuhause gleich mit 6:2 vom Platz. Raul Bobadilla traf dabei zweimal.

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SL kompakt: YB - Servette

Das Auf und Ab bei YB findet in der 11. Runde der Super League seine Fortsetzung. Nach dem enttäuschenden Auftritt unter der Woche gegen Thun (1:2) steigerte sich das Team von Martin Rueda im Heimspiel gegen Servette markant. Der 6:2-Sieg war verdient und logisch, der Gegner allerdings schwach und nie ein Gradmesser. 

Servettes Warten nimmt kein Ende

Nach 26 Minuten und dem 2:0 durch Youngster Michael Frey war bei den Servettiens die Luft draussen. Der Treffer war just in einer Spielphase gefallen, in der die Gäste immer besser in die Partie fanden. Doch nun klappte wenig bis gar nichts mehr. Immerhin konnte Tibert Pont in der 72. Minute den 1. Genfer-Treffer seit 507 Minuten erzielen.

Dass Laglais Kouassi in der Nachspielzeit sogar noch das 2. Gäste-Tor gelang, verkam zur Randnotiz. Servette wartet nun auch nach 11 Spielen auf den 1. Sieg, das 2:6 in Bern war die 5. Niederlage in Serie. Sowieso ist die Hauptstadt kein gutes Pflaster für die Calvinstädter: Der letzte Sieg datiert vom 25. November 2001. Damals trug Sébastien Fournier, jetziger Trainer, das Dress der Genfer.

Bobadillas Doublette

Für YB hatte Raphaël Nuzzolo bereits nach 125 Sekunden das Skore eröffnet. Raul Bobadilla traf beim Schützenfest als einziger Spieler zweimal (38. und 55. Minute) und steht nun bei 4 Meisterschaftstoren. Bei beiden Treffern unterstrich er seine individuelle Klasse: Beim 3:0 schlenzte er den Ball wunderbar in die entfernte Ecke, beim 4:0 netzte er gekonnt per Aussenrist ein.

Der direkt verwandelte Freistoss von Moreno Costanzo (70.), der zuletzt nur noch zu Gast auf Tribüne und Ersatzbank war, sowie das Tor von Jan Lecjaks (82.) machten den Kantersieg perfekt. Es war für die Berner der höchste Erfolg seit Ende Oktober 2009 und dem 7:1 in Bellinzona.

Moral für die Reise nach Russland

Für YB kommt der Sieg nach dem verpatzen 1. Saisonviertel gerade zur rechten Zeit. Eine Niederlage gegen Servette hätte noch mehr Unruhe in den Klub gebracht. Nun reisen die Berner gestärkt nach Russland: In der Europa League wartet im Nordkaukasus am Donnerstag Anschi Machatschkala - ein Gegner von einem ganz anderen Kaliber.

(jäg)