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Fussball

Super League

«Verkehrte Welt» in der Super League

Freitag, 28. September 2012, 14:42 Uhr

In der 10. Runde der Super League haben St. Gallen und GC mit Siegen erneut bewiesen, dass sie momentan zurecht an der Spitze stehen. Am Montag kommt es zum Schlagerspiel zwischen beiden Teams. Luzern, Anfang Saison zum erweiterten Kreis der Titelkandidaten gezählt, kommt hingegen nicht vom Fleck.

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Die Grasshoppers sind neben Leader FC St. Gallen zurzeit das Team der Stunde in der Super League. Die Equipe von Trainer Uli Forte ist seit 9 Runden ungeschlagen, hat die letzten 6 Partien alle gewonnen und seit nunmehr 540 Minuten kein Gegentor mehr kassiert. «Wir haben einen Lauf», sagt GC-Goalie Roman Bürki. «Sicher gesellte sich auch das nötige Glück dazu. Aber dieses haben wir uns verdient.»

Auch ohne Bestform Punktezuwachs

Die «Hoppers», 2012 ohne den Xamax-Konkurs und dem Punkteabzug gegen Sion wohl abgestiegen, brillierten beim 2:0-Heimsieg am Donnerstagabend gegen Luzern zwar nicht. Dennoch brachte der Rekordmeister die Punkte 21, 22 und 23 locker ins Trockene. Auch ein Erfolgs-Merkmal der «neuen» Grasshoppers: Die Equipe punktet selbst dann, wenn sie nicht an ihre Bestform herankommt.

SL: GC - Luzern («sportaktuell»)

Uli Forte tritt - wie es sich für einen Trainer gehört - auf die Euphorie-Bremse: «Unsere jetzige Platzierung ist nur eine Momentaufnahme. Es sind erst 10 Runden gespielt.» Am Montag winkt GC gar der Sprung auf Platz 1. Mit einem Vollerfolg im Letzigrund gegen Leader St. Gallen würden die Stadtzürcher die Ostschweizer überflügeln.

Montandon: «Sind Spitzenmannschaft»

Dass die Begegnung Grasshoppers gegen St. Gallen in der 11. Runde das Duell zwischen dem Zweiten und dem Ersten sein würde, hätte vor Saisonbeginn wohl kaum jemand vorausgesagt. Auch der FCSG hat einen Lauf und ist die einzige noch ungeschlagene Mannschaft. Verteidiger Philippe Montandon sagt: «Es läuft uns derzeit gut. Wir sind Erster - also sind wir eine Spitzenmannschaft.»

FCL: der ehemalige Spitzenklub

Das Wort «Spitzenmannschaft» hat man in Luzern auch in den Mund genommen - allerdings nur vor der Saison. Die hoch gehandelten Innerschweizer galten als Mitfavorit auf den Titel. Nach einem Viertel der Qualifikation ist längstens Ernüchterung eingekehrt. Der FCL ist mit lediglich 6 Zählern auf dem zweitletzten Platz und gab am Donnerstag in Zürich ein bedenkliches Bild ab. Keine Ideen, kein Engagement, keine Punkte.

Hermann: «Müssen alles analysieren»

«Der Auftritt in Zürich gibt einem zu denken», redet FCL-Sportchef Heinz Hermann Klartext. Der Rekord-Internationale nimmt vor allem die Spieler in der Pflicht: «Jeder Einzelne muss seine Leistung hinterfragen. Gegen den FCZ funktionierte eigentlich gar nichts.» Der Frage, ob Trainer Ryszard Komornicki noch das Vertrauen geniesse, wich Hermann aus: «Wir müssen alles analysieren. Es wäre nicht richtig, jetzt irgendwelche Aussagen zu machen.» Volle Rückendeckung sieht anders aus.

SL: Heinz Hermann zur Situation beim FCL

(rek)