Eishockey
NLA
Streit: «Habe mich nicht gut gefühlt»
Mark Streit hat mit der 1. Mannschaft des SCB einen missglückten Einstand erlebt. Neben der Niederlage gegen Rapperswil ärgerte er sich über ein Eigentor. «Die Niederlage tut weh», so der Berner. Am anderen Ende der Gefühlsskala befinden sich die Lakers und Genf, die die Tabellenspitze zieren.
«Ich hätte am Schluss gerne noch mehr für die Offensive gemacht, aber es lag nicht mehr drin», zeigte sich Mark Streit nach seiner Rückkehr nach 7 Jahren NLA-Abstinenz enttäuscht. So hatte sich der Berner seinen 1. Auftritt im Dress des SC Bern nicht vorgestellt. Bei der 1:3-Heimniederlage gegen die Rapperswil-Jona Lakers konnte der Captain der New York Islanders zwar einige Akzente setzen. «Aber ich habe mich nicht gut gefühlt», so der 34-Jährige.
Begann die Partie für den NHL-Söldner mit einem Assist zum zwischenzeitlichen 1:1 noch gut, avancierte er in der 27. Minute zur unglücklichen Figur. Streit lenkte einen Schuss von Sven Berger unhaltbar ab. «Das Eigentor von mir kam zu einem blöden Zeitpunkt», ärgerte sich der Schweizer Internationale. Denn nur 22 Sekunden später traf Juraj Kolnik zum 3:1-Schlussstand. «Der Ausgang des Spiels ist bitter», bilanzierte Streit.
Fehlende Trainings spürbar
«Ich habe gemerkt, dass ich so lange kein Spiel mehr bestritten habe», erklärte Streit seinen verhaltenen Start. Er bezeichnete seine Leistung als «okay». Mit mehr Trainings in den Beinen – vor dem Match gegen die Lakers waren es gerade mal deren 2 – werde alles besser, ist sich der NHL-Verteidiger sicher.
Rogenmoser «froh» über HCD-Klatsche
Auf der anderen Seite freuten sich die Rapperswil-Jona Lakers über die 3 Punkte, die sie aus der Hauptstadt mitnehmen konnten. Coach Harry Rogenmoser sah die 2:9-Schlappe beim HC Davos am Samstag als Grundlage für den Sieg. «Die Kanterniederlage war vermutlich sehr wichtig. Wir mussten uns Gedanken machen», so der Trainer, der sich über die «super Reaktion seiner Mannschaft» freute.
Lakers wieder geerdet
Rogenmoser gestand, dass sein Team nach dem guten Saisonstart und der Verpflichtung von NHL-Star Jason Spezza «ein wenig zu träumen begonnen» habe, «wir waren schon einen halben Meter über dem Boden». Nun seien sie aber wieder zurück in der Realität. Diese liest sich aus St. Galler Sicht derzeit aber ebenfalls schön: Mit 9 Punkten aus 5 Spielen liegen die Lakers in der Tabelle überraschend auf Platz 3, punktgleich mit dem zweitplatzierten HC Lugano.
Genf mit Spitzenbilanz
Gar noch lieber dürfte man in Genf auf die Tabelle schauen. Die Servettiens haben als einzige Mannschaft alle 5 Saisonspiele gewonnen und zieren mit dem Punktemaximum überraschend die Spitze. Dies, nachdem sich das Team von Chris McSorley in der abgelaufenen Saison erst im Playout-Final gegen Ambri den Liga-Erhalt hatte sichern können. In der neuen NLA-Spielzeit dürfte also weiterhin für Spannung gesorgt sein.
(sas)


