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Eishockey

NLA

SC Bern verliert bei Streit-Debüt gegen Lakers

Dienstag, 25. September 2012, 21:47 Uhr

Missglückter Einstand für Mark Streit im Dress des SC Bern: Der SCB unterliegt den Rapperswil-Jona Lakers mit 1:3. Matchwinner für die St. Galler war Torhüter David Aebischer mit zahlreichen Paraden. Streit avancierte mit einem Eigentor zur tragischen Figur.

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NLA: SC Bern - Lakers

«Man kann nicht erwarten, dass ich in den ersten Spielen gleich brillieren werde», versuchte Mark Streit vor dem Spiel die Erwartungen in seine Person zu dämpfen. Der NHL-Star deutete in der Folge in einigen Szenen an, dass er eine Verstärkung für die Berner sein kann. Gleichzeitig war der fehlende Rhythmus und die mangelnde Spielpraxis augenscheinlich.

Zu Beginn stand denn auch ein anderer Nordamerika-Rückkehrer im Fokus. Lakers-Torhüter David Aebischer präsentierte sich in bestechender Form und hielt sein Team die ersten 25 Minuten im Spiel. Gleich reihenweise parierte er die Abschlussversuche der Berner. Einzig Ryan Gardner war es in der 16. Minute nach Vorarbeit von Streit im Powerplay gelungen, den 34-jährigen Rapperswil-Torhüter zu überwinden. Zuvor hatte Robbie Earl die St. Galler wie aus dem Nichts früh in Führung gebracht (6.).

Streit mit Eigentor

Nach 25 Minuten hatte Lakers-Trainer Harry Rogenmoser genug von der Passivität seines Teams und nahm sein Timeout. Die Massnahme verfehlte ihre Wirkung nicht. Innerhalb von 22 Sekunden zogen die Rosenstädter auf 3:1 davon, wobei Streit beim 1:2 eine unglückliche Figur abgab. Sven Berger hatte abgezogen und der SCB-Debütant lenkte die Scheibe schliesslich ins eigene Tor. Kurz darauf staubte Juraj Kolnik einen Abpraller zum 3:1 ab.

Auch nach der 2-Tore-Führung besass Rapperswil die deutlich besseren Chancen, scheiterte aber an Marco Bührer oder der Torumrandung. Es bedurfte der 2. Drittelspause, ehe der SCB wieder zu seinem Spiel fand und die Lakers wie im 1. Drittel in der eigenen Zone einschnürte. Doch der überragende Aebischer liess sich nicht mehr bezwingen, womit die 3. Niederlage für die Mutzen im 5. Spiel und der missglückte Einstand von Streit besiegelt waren.

Streit: «Das kann passieren»

«Wir haben das Spiel über weite Strecken dominiert», haderte Streit nach der Partie mit dem Schicksal, «es lief definitiv nicht für uns.» Damit meinte er auch sein Missgeschick beim 1:2: «Die Scheibe kam auf mich zu, ich konnte nicht ausweichen», so die einfache Erklärung des NHL-Verteidigers, «das kann passieren.» Was hingegen nicht passieren dürfe, sei ein Doppelschlag innerhalb von wenigen Sekunden.

Interview mit Mark Streit

Lakers-Trainer Rogenmoser freute sich derweil, dass sein Team eine Reaktion auf die 2:9-Klatsche vom vergangenen Samstag in Davos zeigen konnte. «Wir hatten zu träumen begonnen, die Niederlage hatte uns geholfen, wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren.» Weiter zeigte sich der Rapperswil-Coach von der Leistung Streits angetan: «Er ist beeindruckend. Seine Moves, seine Schüsse, er ist eine Bereicherung für das Schweizer Eishockey.»

(dab)