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Fussball

Super League

St. Gallen und GC als Durchstarter

Montag, 24. September 2012, 12:16 Uhr

In der Super League haben die 10 Mannschaften den ersten Viertel der Spielzeit hinter sich gebracht. Aufsteiger St. Gallen und GC düpierten bislang die grossen Favoriten und zieren die Tabellenspitze. Meister Basel ist noch nicht richtig in die Gänge gekommen, der FC Luzern enttäuschte bislang auf der ganzen Linie.

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Vor 4 Monaten bestritt der FC St. Gallen seine letzte Challenge-League-Partie. Nun ist der Aufsteiger nach einem Viertel der Super-League-Saison Tabellenleader - zurecht: Er ist als einziges Team noch ungeschlagen (6 Siege, 3 Remis), hat am meisten Tore geschossen und mit GC zusammen die beste Defensive.

Am Sonntag ging der FCSG gegen Servette erstmals als Favorit in eine Partie und gewann sie souverän. Nun folgt die «Zürcher Woche» mit den Gegnern FCZ und GC. St. Gallen ist dabei alles zuzutrauen, das Selbstvertrauen ist immens. Die grösste Stärke ist das Team. Bislang trugen sich 7 verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein. 

St. Gallens grosser Sieg gegen Basel (25.8.2012)

GC mit neuer Stabilität

Genauso überraschend wie St. Gallens Platzierung ist diejenige des Tabellenzweiten GC. Letzte Saison nur dank dem Konkurs von Xamax und dem Punkteabzug von Sion nicht abgestiegen, präsentiert sich das Team nun kompakt und effizient. Vor einem Jahr hatte GC zum gleichen Zeitpunkt zwar nur 3 Tore weniger erzielt, aber 17 mehr kassiert. Die Defensive um Patron Stéphane Grichting überzeugt. Die letzten 5 Partien gewann man ohne Gegentreffer. Dies hat auch mit dem umsichtigen Organisator Veroljub Salatic im Mittelfeld zu tun.

Mit einem respektive zwei Punkten Rückstand auf das Leader-Duo folgt der FC Sion. Damit konnte anhand der getätigten Transfers gerechnet werden, weniger mit der Kündigung von Trainer Sébastien Fournier. Aber: Gennaro Gattuso ist eine Liga-Attraktion, Oussama Darragi zeigt immer mehr, wieso er im Dezember zum besten afrikanischen Spieler gewählt wurde und der Brasilianer Leo überzeugt im Angriff.

Basel und YB mit Steigerungspotenzial

In der Phase der Konstanzsuche stecken derzeit noch Meister Basel (7 Punkte Rückstand) und YB (8). Der FCB wartet seit 3 Liga-Partien auf einen Sieg, was am Rheinknie einer Ewigkeit gleichkommt. Aber: Auch vor einem Jahr tat man sich zu Beginn schwer, die Quartalsbilanz fiel nur um einen Zähler besser aus als jetzt. Trainer Heiko Vogel weiss: «Es gibt Luft nach oben.»

Diese gibt es (wie fast immer) auch in Bern. Die «Big Points» fehlen, in den Partien gegen das besser platzierte Quartett konnte nie gewonnen werden. Nach den Abgängen der Torjäger Seydou Doumbia (2010) und Henri Bienvenu (2011) muss nun auch Emmanuel Mayuka ersetzt werden. Raul Bobadilla ist dies mehr als nur zuzutrauen. Doch dem Team fehlt die Konstanz. 

Der freie Fall von Luzern

Die Ränge 6 und 7 werden von Thun und dem FC Zürich belegt. Im Berner Oberland dürfte diese Platzierung mit mehr Wohlwollen zur Kenntnis genommen werden als in Zürich. Beim FCZ kommt man im Vergleich mit der letzten Spielzeit nicht vom Fleck, der Umbruch nach den vielen Abgängen im letzten Winter braucht noch mehr Zeit. «Durchsetzungsvermögen in der Offensive» vermisst Trainer Rolf Fringer.

Luzerns Niederlage bei Lausanne (23.09.2012)

Die negative Überraschung der Liga ist bisher diskussionslos Vize-Meister Luzern. Vor einem Jahr noch stolzer Leader nach 9 Runden, geht nun trotz Trainer- und Captainwechsel wenig bis gar nichts mehr. Am Wochenende setzte es gegen Lausanne beim (indiskutablen) 0:1 den nächsten Dämpfer ab. Die Waadtländer konnten dabei ihre Durststrecke von über 500 Minuten ohne Tor beenden. Für sie ist das neue Ziel das alte: Ligaerhalt. Gleiches gilt für Servette mit Neo-Trainer Sébastien Fournier. Die Genfer sind als einziges Team noch sieglos. 3 erzielte Tore machen wenig Hoffnung für die nächsten Aufgaben.

(jäg)