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Fink: Den Kopf aus der Schlinge gezogen

Montag, 24. September 2012, 17:52 Uhr

Sein Trainerstuhl wackelte ärger als die Schwermatrosen, die spätnachts über die Reeperbahn torkeln. Nach 3 Bundesliga-Pleiten schienen Thorsten Finks Tage beim Hamburger SV gezählt. Am Wochenende gelang dem Ex-Basel-Trainer und seinem HSV ausgerechnet gegen Meister Dortmund der Befreiungsschlag.

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Wer mit 3 Niederlagen in die neue Saison startet und zudem in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals noch gegen einen Drittligisten (Karlsruher SC) scheitert, ist gegen Dortmund alles andere als Favorit. Dennoch schlugen die Hanseaten am Samstag Double-Gewinner Dortmund mit 3:2 und fügten den Broussen die erste Pleite nach 31 Bundesliga-Partien zu.

Van der Vaart begeistert von Fink

Fink rettete damit dem HSV nicht nur den Bundesliga-Rekord der Ungeschlagenheit (36 Spiele, 1982-1983), sondern sich wohl auch seinen Kopf. Eine 4. Pleite in Serie hätte man an der Elbe wohl kaum mehr toleriert. Finks Entlassung wäre mehr als nur logisch gewesen. Nach dem Sieg gegen die Mannschaft aus seiner Heimatstadt darf der ehemalige Basler-Meistercoach nun (vorläufig) aufatmen.

Bedanken kann sich Fink bei Rückkehrer Rafael van der Vaart. Der Niederländer bereitete die ersten beiden Treffer mustergültig vor und wurde bei seiner Auswechslung von den Fans mit stehenden Ovationen verabschiedet. Für seinen Trainer hatte Van der Vaart nach der Partie nur lobende Worte übrig: «Er macht einen super Job - wie er vor der Mannschaft steht und sie motiviert.» Da scheinen sich zwei in der Hansestadt gefunden zu haben.

Mönchengladbach nächster Prüfstein

Was der Sieg gegen Dortmund wert ist, können Finks Mannen bereits am Mittwoch gegen Mönchengladbach zeigen, wenn die nächste Bundesliga-Partie ansteht. Das 3:2 gegen den Meister dürfte aber den einen oder anderen Knoten gelöst haben. «Wenn das kein Frustlöser war, dann weiss ich auch nicht», sagte Captain Heiko Westermann.

Fink kommt die englische Woche gerade gelegen: «Vielleicht ist es ganz gut, dass es schon am Mittwoch in Mönchengladbach weitergeht. Wir brauchen unser Selbstvertrauen dorthin einfach nur mitzunehmen», so der 44-Jährige.

(bon)