Motorsport
Formel 1
Sebastian Vettel triumphiert in Singapur
Weltmeister Sebastian Vettel hat beim GP von Singapur seinen 2. Saisonsieg gefeiert. Der deutsche Red-Bull-Pilot setzte sich beim Nachtrennen vor Jenson Button und Fernando Alonso durch. Sauber-Pilot Sergio Perez erhielt nachträglich einen WM-Punkt zugesprochen.
Für Sebastian Vettel war es der 1. GP-Sieg seit dem 22. April, als er in Bahrain von der Pole-Position aus triumphierte. Dank diesem Erfolg stösst der 25-Jährige in der WM-Wertung auf den 2. Platz vor. Der Rückstand auf den führenden Spanier Fernando Alonso, der in Singapur als Dritter auf das Podest fuhr, beträgt 29 Punkte.
Vettel profitiert von Hamiltons Getriebeschaden
Beim 14. GP der Saison profitierte Vettel vom Ausfall von Lewis Hamilton. Der aus der Pole-Position gestartete Brite führte das Rennen während 22 Runden ungefährdet an, ehe er seinen Boliden wegen einem Getriebeschaden abstellen musste. Vettel erbte Platz 1 und verteidigte die Spitzenposition in der Folge trotz zwei Safety-Car-Phasen ohne Probleme. Im Ziel verwies er Jenson Button im McLaren und Alonso im Ferrari auf die Plätze 2 und 3.
Nach dem Rennen zeigte sich Vettel entsprechend zufrieden: «Wir sind zurück in der WM», sagte der amtierende Weltmeister, der eingestehen musste, dass der Ausfall von Hamilton hilfreich war: «Ohne den Getriebeschaden von Lewis wäre es sicherlich schwer geworden, aber nicht unmöglich. Unser Auto wurde gegen Ende immer besser und stärker.»
Zwei Safety-Car-Phasen
Der Grand Prix musste nach Unfällen zweimal durch das Safety-Car neutralisiert werden. Zuerst kollidierte Narain Karthikeyan mit der Streckenbegrenzung, nur 4 Minuten nachdem das Rennen wieder freigegeben worden war fuhr Michael Schumacher ins Heck von Jean-Eric Vergne.
Sauber nachträglich mit einem WM-Punkt
Für das Sauber-Team hatte es in Singapur zunächst nach einem Nuller ausgesehen. Sergio Perez (11.) und Kamui Kobayashi (13.), die während des ganzen Wochenendes mit Problemen zu kämpfen hatten und im Qualifying nicht über die Startplätze 14 (Perez) und 18 (Kobayashi) hinausgekommen waren, schafften es nicht in die Top 10.
Dass sich Perez nachträglich dennoch über einen Zähler freuen konnte, lag an einem Vergehen von Red-Bull-Pilot Mark Webber. Der Australier hatte bei der Boxen-Einfahrt die Streckenbegrenzung überfahren und deshalb eine Zeitstrafe von 20 Sekunden aufgebrummt erhalten. Perez rückte damit auf Platz 10 vor.
Perez: «Speed hat gefehlt»
Obwohl zum Schluss immerhin noch ein Punkt resultierte, war man im Lager mit dem Ergebnis nicht zufrieden. «Wir haben alles probiert, aber mehr war heute nicht drin. Mir hat vor allem der Speed gefehlt», gab Perez zu Protokoll. Ähnlich sah es Kobayashi, der für den GP von Japan dennoch zuversichtlich ist: «Es war kein gutes Wochenende, aber in Suzuka werden wir stark sein», so der Japaner.
Strafe für Michael Schumacher
Michael Schumacher ist nach dem GP von Singapur bestraft worden und wird beim nächsten GP in Japan um 10 Startplätze zurückversetzt. Der Deutsche hatte im Rennen zu spät gebremst und war auf Toro-Rosso-Pilot Jean-Eric Vergne aufgefahren. Die Strafe fiel deshalb so hart aus, weil es nach einem Zwischenfall in Barcelona im Mai bereits das 2. Vergehen von Schumacher war.
(cud)


