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Fussball

Super League

YB und Basel mit spektakulärem Remis

Sonntag, 23. September 2012, 18:13 Uhr

Die Berner Young Boys und Meister Basel haben sich in einer spektakulären Partie 1:1 getrennt. Die Gastgeber hätten sich einen Sieg verdient gehabt, liessen sich aber einmal mehr eine Führung entreissen.

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SL: YB - Basel («sportpanorama»)

YB wollte nach der 3:5-Heimpleite in der Europa League gegen Liverpool vor eigenem Anhang eine Reaktion zeigen und legte los wie die Feuerwehr. Raphaël Nuzzolo traf nach nur 5 Minuten und einer schönen Hereingabe von Mario Raimondi aber nur den Pfosten. Es war aber die Initialzündung für einen Berner Sturmlauf.

Sommer hält Basel im Spiel

Auf Basler Seite stand deshalb in der 1. Hälfte vor allem Keeper Yann Sommer im Brennpunkt des Geschehens. Er entschärfte weitere Grosschancen von Verteidiger Alain Nef (31.) sowie Nuzzolo mit teils spektakulären Paraden und hielt den Meister damit im Rennen.

Zarates Premiere

In der 50. Minute war dann aber auch Sommer geschlagen. Gonzalo Zarate zog unbedrängt aus rund 20 Metern ab. Sein Schuss wurde noch von Basel-Verteidiger Joo Ho Park unhaltbar abgelenkt. Zarate feierte damit seine Torpremiere für YB.

Strellers Ausgleich

Doch anstatt den Sack mit einem weiteren Treffer zuzumachen, liess sich YB das Zepter entreissen. Basel erspielte sich mehr Ballbesitz und letztlich auch wieder gute Chancen. Eine davon nutzte Marco Streller in der 74. Minute. Der FCB-Hüne schraubte sich zum Kopfball hoch und traf zum verdienten 1:1-Ausgleich.

Studers stumme Pfeife

Beide Mannschaften drängten zum Schluss noch auf den Sieg, blieben in ihren Bemühungen aber erfolglos. Bitter aus YB-Sicht dürfte das Stummbleiben der Pfeife von Schiedsrichter Stephan Studer in der hektischen Schlussphase gewesen sein. FCB-Verteidiger Park holte in der 89. Minute den eingewechselten Matias Vitkieviez im Strafraum regelwidrig von den Beinen, Studer liess aber weiterspielen.

Die umstrittene Penaltyszene («sportlive»)

Viel Aufwand, wenig Ertrag für YB

«Es war eine intensive Partie. Ich bin total kaputt», gestand ein sichtlich erschöpfter Goalie Sommer. Meistertrainer Heiko Vogel zeigte sich zufrieden mit dem Punkt, aber unzufrieden mit der Leistung: «Wir liessen den unbedingten Siegeswillen vermissen. Den demonstrierte YB heute sensationell. Letztlich kamen wir aber durch Streller zum verdienten Ausgleich.»

YB-Coach Martin Rueda haderte nach der Punkteteilung verständlicherweise mit dem Schiedsrichter: «Es war ein klarer Penalty. Ich verstehe nicht, warum man in dieser Situation nicht pfeift.» Mit seiner Mannschaft war er indes zufrieden. «Wir haben dominiert und guten Fussball gezeigt, leider sind wir für den grossen Aufwand, den wir betrieben haben, nicht belohnt worden.»

Nur ein Remis

Die 5. Punkteteilung im Stade de Suisse in Serie zwischen YB und dem FC Basel hilft beiden Teams nur wenig. Basel liegt mit 14 Punkten weiterhin auf Rang 4, weist aber bereits 7 Zähler Rückstand auf Leader St. Gallen auf. Einen Rang hinter den Baslern sind die Berner (13 Punkte) platziert. Die Gastgeber müssen sich einmal mehr den Vorwurf gefallen lassen, trotz unzähliger guter Chancen den Sieg verpasst zu haben.

(sil)