Fussball
Super League
St. Gallen grüsst weiter als Leader
Aufsteiger St. Gallen grüsst auch nach der 9. Runde der Super League vom Tabellen-Thron. Die Ostschweizer besiegten zuhause Schlusslicht Servette problemlos mit 2:0 und wahren damit ihre Ungeschlagenheit.
Das Märchen in St. Gallen ist um ein Kapitel reicher. Das Team von Jeff Saibene überrascht als Aufsteiger weiter und grüsst nach dem 4. Sieg in Serie immer noch von der Tabellenspitze.
Gastgeschenk zum Auftakt
Servette war zu keiner Zeit in der Lage, die Hausherren ernsthaft zu fordern. Im Gegenteil, die Servettiens machten es den St. Gallern sehr einfach: Bereits in der 7. Minute zappelte der Ball erstmals im Netz der Gäste. Servette-Verteidiger François Moubandje hatte einen Eckball von Oscar unglücklich mit der Hacke ins eigene Tor abgelenkt.
St. Gallen muss nicht an Grenzen gehen
Mit der «geschenkten» Führung im Rücken spielten die St. Galler ihren Part souverän. Scarione aus kürzester Distanz (19. Minute) und der auffällige Marco Mathys mit einem Weitschuss hätten die Führung weiter ausbauen müssen. Doch beide scheiterten am glänzend agierenden Servette-Keeper David Gonzalez, der sich als einziger Spieler der Gäste gegen die Niederlage zu stemmen schien. Der eingewechselte Franck Etoundi sorgte mit dem 2:0 schliesslich für den Endstand.
Servette traf ebenfalls einmal ins gegnerische Tor. Doch der Treffer von Samir Ramizi wurde zurecht wegen Abseits aberkannt. Den Genfern fehlte in der Offensive schlicht die Durchschlagskraft. Und hinten blieb die schwächste Abwehr der Liga den Beweis weiter schuldig, Super-League-tauglich zu sein.
Saibene: «Lieber Erster als Zweiter»
St. Gallens Coach Saibene zeigte sich nach dem Sieg erleichtert: «Es war keine einfache Ausgangslage. Wir spielten erstmals als Favorit und Servette hatte nichts zu verlieren. Doch wir haben das souverän gemeistert, denke ich.»
Nach 9 Runden stehen die Ostschweizer immer noch an der Tabellenspitze. Die Fans träumen daher bereits vom 3. Meistertitel nach 1904 und 2000. Doch Saibene bremst die Euphorie: «Klar sind wir lieber Erster als Zweiter. Doch der Tabellenplatz spielt zu diesem Zeitpunkt noch keine Rolle.»
(sil)


