Eishockey
NLA
Traumeinstand für Nash und Thornton beim HC Davos
Einen besseren Einstand hätte sich auch der optimistischste Davos-Fan von Rick Nash und Joe Thornton nicht wünschen können: In ihrer 1. Partie auf Schweizer Eis seit der Meister-Saison 2004/05 gelangen beiden NHL-Superstars je 4 Skorerpunkte zum klaren 9:2-Erfolg gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
«Es wäre schön, wenn Joe Thornton und Rick Nash bereits im 1. Spiel ein Tor nach dem anderen erzielen würden - aber daran glaube ich nicht», hatte HCD-Coach Arno Del Curto nach der Niederlage seines Teams am Freitag in Kloten gesagt. Die beiden NHL-Stars bräuchten Zeit, um nach der Reise in die Schweiz im neuen Klub in Form zu kommen, fügte der Meister des Understatements an. Nach der Samstags-Partie gegen die Lakers ist klar: Thornton/Nash brauchten keinerlei Anlaufzeit.
Die beiden Stürmer aus der NHL, die den HCD 2004/05 fast im Alleingang zum Titel geführt hatten, zeigten in ihrem 1. Spiel vom 1. Bully an, dass sie auch in dieser Saison Extraklasse sind. Nash erzielte beim 9:2-Erfolg über die Rapperswil-Jona Lakers 3 Treffer und 1 Assist, Thornton steuerte 4 Torvorlagen bei.
Brillanter Nash
In der 1. Drittelspause stand es 3:1 für das Heimteam, und Nash hatte bereits für einen persönlichen Rekord gesorgt: Der Stürmer der New York Rangers hatte alle 3 Tore für sein Team erzielt (jeweils auf Vorlage von Thornton). In der Saison 2004/05 war ihm zwar auch einmal ein Dreierpack gelungen (gegen Kloten), 3 Treffer in einem Drittel sind für Nash in der Schweiz aber ein Novum.
Beim 1:0 in der 10. Minute stand Nash bei einem Abpraller goldrichtig. Das 2:1 erzielte der 28-Jährige backhand wunderbar aus spitzem Winkel (15.). Und bei seinem Shorthander zum 3:1 traf Nash genau in den Winkel. Alleine das 2. und 3. Tor waren das Eintrittsgeld wert. Wie schon vor 8 Jahren nahm Nash die Rolle des kaltblütigen Skorers ein, während Thornton von den San Jose Sharks als genialer Vorbereiter brillierte.
Nash: «Eines meiner besten Drittel»
«Es war wohl eines meiner besten Drittel überhaupt», freute sich Nash nach dem Spiel. «Es macht einfach Spass, mit Joe (Thornton) zu spielen.» Der 33-jährige Thornton meinte: «Obwohl wir in der NHL nicht im gleichen Team spielen, ist es einfach für mich mit Rick (Nash). Er ist ein solch toller Skorer, dass ich ihm eigentlich den Puck nur zuspielen muss. Den Rest erledigt er.»
Mannschaft liess sich anstecken
Von der Präsenz von Thornton/Nash liessen sich auch die Teamkollegen inspirieren. Nichts mehr erinnerte an die behäbigen Auftritte in den ersten 3 Runden. Gregory Hofmann gelang im Mitteldrittel ein Doppelpack, im Schlussabschnitt steuerten auch Petr Taticek, Noah Schneeberger und Samuel Guerra Treffer bei.
Bedauernswerte Lakers
Am Ende mussten die Lakers, die 19 Sekunden nach Nashs 1:0 durch Peter Sejna zum Ausgleich gekommen waren, froh sein, nicht zweistellig verloren zu haben. Die St. Galler dürften nicht die letzte Equipe gewesen sein, welche die Power von Thornton/Nash und das neue HCD-Selbstverständnis zu spüren bekommt.
(rek)


