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Europa League

YB: Aus den Abwehrfehlern die Lehren ziehen

Freitag, 21. September 2012, 10:30 Uhr

Die 3:5-Heimniederlage der Young Boys zum Auftakt der Europa League gegen Liverpool war zu grossen Teilen das Produkt des ungenügenden Abwehrverhaltens. Trotz dem straffen Programm in den nächsten Tagen kommen die Berner nicht um eine Nachbearbeitung der vielen Fehler herum.

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EL: Zusammenfassung YB - Liverpool

Es bleibe nicht viel Zeit, um auf die einzelnen Spiele einzugehen, hatte YB-Routinier Christoph Spycher im Vorfeld der Partie gegen Liverpool mit Blick auf das gedrängte Programm (6 Ernstkämpfe in 17 Tagen) seines Teams gesagt. «Wir spielen, danach wird die Partie sofort abgehakt.»

Es empfiehlt sich dennoch für die Young Boys, etwas Zeit in die Nachbetrachtung des 1. Europa-League-Spiels zu stecken. Denn sollten sich die defensiven Aussetzer bei der Mannschaft von Martin Rueda im Super-League-Schlagerspiel vom Sonntag gegen Basel wiederholen, besteht kaum Hoffnung auf Punkte. Das sieht auch Spycher so: «Wir müssen uns defensiv steigern. Denn Basel hat einen starken Angriff.»

Spendable Gastgeber

Goalie Marco Wölfli sprach von «3 bis 4 Toren, die wir Liverpool geschenkt haben.» Trainer Rueda legte sich auf 4 Treffer fest, die man dem Gegner offeriert habe. Genau betrachtet wären sämtliche 5 Gegentore zu verhindern gewesen.

EL: Die 5 YB-Fehler

Die Slapstick-Einlage von Spycher und Juhani Ojala vor dem 0:1 «gelingt» einmal in 1000 Versuchen. Die Ecke vor dem 1:2 wurde von der YB-Abwehr unbedrängt und überhastet verursacht. Beim 3:3 läuft Fabio Borini, der für die entscheidende Verwirrung im Fünfmeterraum sorgte, Elsad Zverotic im Rücken weg. Das 3:4 wurde durch einen haarsträubenden Rückpass Zverotics eingeleitet. Und beim 3:5 machte es Ojala Doppeltorschütze Jonjo Shelvey etwas gar einfach.

Zufrieden mit der Offensive

«Wir haben uns zu viele Fehler erlaubt. Das geht auf diesem Niveau ins Auge», ärgerte sich Rueda und fügte an: «Mir ist es lieber, in einem Match alle Fehler auf einmal zu machen, als in jedem Spiel ein paar.» Goalie Wölfli hob denn auch die positiven Aspekte der schmerzhaften Niederlage hervor: «Die Art und Weise, wie wir nach vorne gespielt haben, war überzeugend.»

Den Einwand, die mit der 2. Garde angetretenen Engländer hätte man schlagen müssen, liessen die YB-Protagonisten nicht gelten. «Liverpool hat 25 Top-Spieler im Kader», meinte etwa Spycher, der das 0:1 «ohne Diskussion» auf seine Kappe nahm. «Alle bei Liverpool haben grosse Qualität», sagte Rueda.

Spychers Wunsch fürs Spiel gegen Basel

Nach der nötigen Nachbearbeitung der Partie tut YB gut daran, das EL-Spiel wie von Spycher gefordert sofort abzuhaken. Denn schliesslich stehen ab Sonntag noch 5 Partien in 14 Tagen an. Für das Basel-Duell (am Sonntag ab 16 Uhr live auf «SF zwei») wünscht sich Spycher eine Kombination aus «dem Angriffspiel gegen Liverpool und der Defensivleistung aus der Super League.» Denn in der heimischen Meisterschaft haben die Berner in 8 Runden nie mehr als ein Gegentor erhalten. Nach dem Liverpool-Spiel kaum vorstellbar.

(rek)