Eishockey
NLA
ZSC Lions straucheln erneut
Die ZSC Lions haben innert 24 Stunden zum 2. Mal das Eis als Verlierer verlassen müssen. Der Meister strauchelte in Lugano mit 2:5. Einziges verlustpunktloses Team ist Genf-Servette, das in Ambri 4:1 siegte. Siege fuhren auch die Kloten Flyers und Fribourg-Gottéron ein.
Die ZSC Lions vermochten nach der 2:3-Niederlage vom Donnerstag gegen den SC Bern keine Reaktion zu zeigen. Der Meister erwischte gegen Lugano einen katastrophalen Beginn und konnte danach den Fehlstart nicht mehr korrigieren.
Schwarzer Abend für Flüeler
Nach einer Viertelstunde und Toren von Nachwuchs-Stürmer Diego Kostner, Neuzugang Ilkka Heikkinen und Thomas Rüfenacht stand es in der Resega bereits 3:0 für Lugano. Lions-Keeper Lukas Flüeler hatte mehrmals schlecht ausgesehen, so dass ZSC-Coach Marc Crawford den Meistergoalie nach nur 15 Minuten durch den 20-jährigen Tim Wolf ersetzte.
Im Mitteldrittel vermochten die Zürcher die Partie ausgeglichener zu gestalten. Das 1:3 durch Ryan Shannon (25.) beantworteten die Gastgeber aber sogleich mit dem 4:1 durch Daniel Steiner. Auch nach Mathias Segers Treffer zum 2:4 verwalteten die «Bianconeri» den Vorsprung geschickt. Den Schlusspunkt in einer unterhaltsamen Partie setzte der 20-jährige Kostner mit seinem 2. Treffer des Abends zum 5:2.
Genf das Mass aller Dinge
Erfolgreicher als für die Lions war der Abstecher ins Tessin für Genf. Das Team von Chris McSorley siegte bei Ambri-Piotta 4:1 und feierte den 3. Vollerfolg im 3. Spiel der neuen Saison.
Nach einem torlosen Startdrittel sorgte Servette zwischen der 27. und der 35. Minute nach Toren von Rico Fata, Juraj Simek und Christopher Rivera für den Unterschied. Fata durfte sich in der Schlussminute gar noch als Doppeltorschütze feiern lassen. Genf bleibt damit Leader.
Davos bleibt sieglos
Weiter auf den 1. Sieg wartet Davos. Nach den Niederlagen gegen Kloten (im Shootout) und die Lakers (in der Overtime) blieben die Bündner in Kloten ganz ohne Punkte. Der Rekordmeister kassierte bei den Flyers eine 1:4-Niederlage.
2 Drittel lang stand die Partie auf Messers Schneide, mit leichten Vorteilen für die Klotener. Nach 40 Minuten hiess es 1:1, danach zogen die Flyers auf 4:1 davon. Herausragender Akteur im Schlussabschnitt war Marcel Jenni. Der 38-Jährige traf innert einer Minute zweimal ins Schwarze und machte so den 2. Sieg der Klotener gegen den HCD innert 6 Tagen perfekt. Für Jenni waren es bereits die Saisontore 3 und 4.
Fribourg gewinnt am Obersee
Der Euphorie in Rapperswil-Jona setzte Fribourg ein vorläufiges Ende. Gottéron schlug die Lakers mit 3:2 im Penaltyschiessen. Dabei ereignete sich ein Novum: Die ersten 14 Penalty-Schützen scheiterten allesamt an den Goalies Benjamin Conz (Fribourg) und David Aebischer (Rapperswil). Captain Sandy Jeannin verwertete schliesslich den entscheidenden Penalty zum Freiburger Sieg.
Zuvor hatten die Lakers einen 0:2-Rückstand wettgemacht. Im Schlussdrittel sorgten Adrian Wichser und Duri Camichel zwischen der 44. und der 48. Minute für den Ausgleich. Ende des 3. Drittels und Anfang der Verlängerung agierte Rapperswil-Jona dreieinhalb Minuten lang in Überzahl. Die Rosenstädter konnten daraus aber keinen Profit schlagen und wurden schliesslich dafür bestraft.
(bon)


