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Europa League

FC Basel: Und wieder warten Lissabons «Löwen»

Donnerstag, 20. September 2012, 9:03 Uhr

Nach dem Verpassen der Champions League beginnt für den FC Basel am Donnerstag das Abenteuer Europa League. Zum Auftakt tritt der Meister bei Sporting Lissabon an (ab 20.55 Uhr live auf «SF zwei»). Ein Gegner, an den dunkle Erinnerungen wach werden.

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0:2, 0:3, 0:2 und 0:1. Dies die aus Basler Sicht ernüchternden Resultate gegen die Portugiesen aus dem Jahr 2008. 2 Mal duellierte sich der FCB mit dem Sporting Clube de Portugal aus Lissabon in der Europa League, 2 Mal trat man in der Champions League gegeneinander an. Jedes Mal musste Rot-Blau gegen Grün-Weiss als Verlierer vom Platz.

Basels 0:3-Heimpleite im EL-Sechzehntelfinal gegen Sporting Lissabon 2008.

Beide Teams nicht in Top-Form

Auch wenn Sportings Glanz in den letzten Jahren ein wenig verblasst ist - zuletzt wurde der Klub 2002 Meister -, so ist die Mannschaft von Coach Ricardo Sá Pinto Favorit gegen Basel. Der FCB tut sich nach den zahlreichen Abgängen in der heimischen Meisterschaft weiterhin schwer und blieb bislang unter seinen (hohen) Ansprüchen.

Trösten kann sich Basel-Coach Heiko Vogel aber damit, dass es den Portugiesen nicht besser geht. Nach 3 Liga-Spielen und nur 2 Punkten belegt Sporting aktuell nur Rang 16 in Portugals Primeira Liga.

Fernandes, Pranjic und ein Holland-Trio

Nicht nur deshalb steht der 18-fache portugiesische Meister am Donnerstag gegen Basel unter Druck. Denn «die Ansprüche in Lissabon sind sehr hoch», weiss Gelson Fernandes. Der Schweizer Internationale steht seit diesem Sommer bei den «Leões», den «Löwen» unter Vertrag. «Ziel ist, jedes Spiel zu gewinnen.»

Vogel sieht sich auswärts in der Aussenseiterrolle, unter anderem «weil Sporting ein grosser Verein ist.» Berühmt ist der 1906 gegründete Klub besonders für seine Juniorenabteilung, aus der auch ein gewisser Cristiano Ronaldo stammt. Auch im aktuellen Kader finden sich zahlreiche Akteure aus der eigenen Jugend, so etwa der portugiesische Nationalkeeper Rui Patricio. Ein weiterer prominenter Name, der auf Sportings Kaderliste auftaucht, ist jener von Danijel Pranjic. Der Kroate wechselte im Sommer von Bayern an die Atlantikküste.

Mit Khalid Boulahrouz, Stijn Schaars und Ricky van Wolfswinkel verfügt Sporting zudem über ein illustres niederländisches Trio.

Vorsicht vor den «Kleinen»

In der Gruppe G mit Sporting, Genk und Videoton dürfen es sich die Basler am ehesten erlauben, gegen die Portugiesen Punkte liegen zu lassen. Die Belgier aus Genk und Videoton Szekesfehervar aus Ungarn müsste das Team von Heiko Vogel hinter sich lassen, will es Rang 2 erreichen und in die Sechzehntelfinals einziehen.

Doch der Schweizer Double-Gewinner sollte gewarnt sein. Genk, das Luzern eliminiert hat, stand im Vorjahr in der Champions League und spielte gegen Chelsea, Valencia und Bayer Leverkusen zuhause remis. Der FC Videoton schaltete auf dem Weg in die EL-Gruppenphase immerhin den türkischen Vertreter Trabzonspor aus.

Rang 2 als Ziel

Die Zielvorgabe am Rheinknie ist allerdings klar: «Wir streben an, europäisch zu überwintern», sagt Vogel. Gleiches hatte man in der Europa League ohne eine Niederlage zu beziehen 2007 geschafft. Der Gegner in der 1. K.o.-Runde hiess dann Sporting Lissabon, das Gesamtskore 0:5.

Die möglichen Aufstellungen:

Sporting Lissabon: Patricio; Cédric, Xandao, Rojo, Pranjic; Fernandes, Elias; Ismailow, Silva, Carrillo; Wolfswinkel.

Basel: Sommer; Steinhöfer, Sauro, Dragovic, Park; Salah, Cabral, Fabian Frei, Stocker; Alex Frei, Streller.

Bemerkungen: Sporting Lissabon ohne Boulahrouz (verletzt). Basel ohne Yapi (verletzt).

TV-Hinweis

«SF zwei» überträgt die Partie Sporting Lissabon gegen Basel am Donnerstag ab 20.55 Uhr live. Zuvor gibt es YB gegen Liverpool zu sehen. Beide Matches können Sie auch im Livestream und auf DRS 3 mitverfolgen.

(bon)