Motorsport
Motorrad
Moto2-Premiere für Nachwuchstalent Jesko Raffin
Der Zürcher Rennfahrer Jesko Raffin kommt zu seinem Debüt in der zweithöchsten Motorrad-WM-Klasse. Das 16-jährige Nachwuchstalent ersetzt beim Moto2-GP von Aragon am 30. September seinen verletzten Landsmann Randy Krummenacher.
Eigentlich steht Jesko Raffin beim Grand Prix Team Switzerland als Nachwuchsfahrer unter Vertrag. Nun winkt dem Teenager die Chance, sich bei den «Grossen» zu beweisen. Stammpilot Randy Krummenacher zog sich im Qualifying zum GP von San Marino bei einem Sturz einen doppelten Bruch des Mittelfussknochens zu und fällt noch für längere Zeit aus. So darf nun Raffin beim GP von Aragon in anderthalb Wochen an den Start gehen.
Raffin gewinnt Yamaha-R6-Cup
Im Alter von 6 Jahren bestritt Raffin sein erstes Rennen am Schönenberg Moto Cross. Schnell wurde klar, dass der Secondo mit spanischen und italienischen Wurzeln grosses Potenzial besitzt. Raffin sammelte Trophäe um Trophäe und liess mit dem Gewinn des Yamaha-R6-Cups in Deutschland im vergangenen Jahr aufhorchen. Letztmals gewann vor 34 Jahren ein 15-Jähriger diese prestigeträchtige Rennserie.
Auf diese Saison hin wechselte Raffin zur AJ Racing in die Nachwuchsabteilung des Grand Prix Team Switzerland. Er nimmt an den Rennen der spanischen Moto-2-Klasse teil. So dürfte es dem schnellen Youngster entgegenkommen, dass sein WM-Debüt ausgerechnet im spanischen Aragon stattfinden wird.
Vorbild Jorge Lorenzo
Die GP-Premiere soll aber nur ein weiterer Schritt in der Karriere von Raffin darstellen. «Ich will eines Tages Weltmeister werden», gibt der 16-Jährige unmissverständlich zu verstehen. Sein grosses Vorbild ist indes nicht etwa einer der Schweizer Rennfahrer wie Tom Lüthi, sondern der Spanier Jorge Lorenzo, welchen Raffin vor allem aufgrund seines ausgeprägten Kampfgeistes bewundert.
Krummenacher fällt 4 Wochen aus
Die Heilung des doppelten Mittelfussknochenbruchs, den sich Randy Krummenacher letzten Samstag im Qualifying zum GP von San Marino in der Moto2-Klasse zugezogen hat, erweist sich als schwieriger, als zunächst angenommen wurde. Krummenacher muss voraussichtlich während vier Wochen einen Gips tragen. Der 22-Jährige wird alles daran setzen, beim GP von Japan am 14. Oktober wieder starten zu können. Er hat für das Rennwochenende von Mitte Oktober einen Spezialstiefel anfertigen lassen, dank dem er allenfalls fahren könnte.
(zimh/dab)


