Eishockey
NLA
Schwarz: «Kein Reglement kann Konkurs verhindern»
Ueli Schwarz, Direktor Leistungssport von Swiss Ice Hockey, steht zu Beginn der neuen Eishockeysaison vor einigen Herausforderungen. Nebst dem Dauerthema Sicherheit im Stadion gilt das Hauptaugenmerk vor allem der Verhinderung eines weiteren «Fall Kloten Flyers».
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Der «Beinahe-Konkurs» der Flyers hat im Sommer für grosse Unruhe in Kloten und für rote Köpfe in der Führungsetage von Swiss Ice Hockey gesorgt. «Wir haben uns Lösungen überlegt, wie wir das in Zukunft handhaben wollen», sagt Ueli Schwarz, Direktor Leistungssport von Swiss Ice Hockey. «Nun müssen wir mit den Klubs darüber debattieren.»
Mangelnde Bereitschaft zur Transparenz
Einer dieser Vorschläge beinhaltet, dass die Klubs sich verpflichten, fünfmal pro Saison die Bücher zu öffnen und einen Rapport bei der Liga abzuliefern. Darin sollen die Klubs nachweisen, dass sie die Löhne, Versicherungen oder Steuern termingerecht bezahlt haben.
Schwarz ist sich bewusst, dass dieser Vorschlag nicht überall auf Wohlwollen stossen wird. Gleichzeitig bemängelt er, dass die Klubs nicht bereit seien, Transparenz herzustellen. «Einerseits will man einen geordneten Meisterschaftsbetrieb, andererseits will man sich nicht in die Bücher schauen lassen», so Schwarz. «Das widerspricht sich.»
Grundsatzentscheid wurde gefällt
Die Antizipation ist für Schwarz der zentrale Aspekt. Man müsse früh erkennen können, wenn ein Klub in Schwierigkeiten stecke, «damit man noch Gegensteuer geben kann.» Der 52-Jährige gibt zu bedenken: «Es wird nie ein Reglement geben, das den Konkurs eines Vereins verhindern kann.»
An der traditionellen Vorsaison-Versammlung am 5. September haben die Klubs einen Grundsatzentscheid für eine Reglementsanpassung gefällt, um die finanzielle Situation der einzelnen Teams besser überwachen zu können. Nun müssen Ueli Schwarz und die Ligaführung zusammen mit den Klubvertretern einen für alle Parteien zufriedenstellenden Lösungsansatz finden.
(dab)


