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Hitzfeld: «Die Augen nicht verschliessen»

Mittwoch, 12. September 2012, 12:19 Uhr

Über dem Soll: Nationalmannschafts-Trainer Ottmar Hitzfeld hatte aus den beiden ersten WM-Qualifikationsspielen 4 Punkte gefordert, nun sind es sogar deren 6 geworden. Trotz dem Punktemaximum weist der Lörracher darauf hin, dass man noch einige Arbeit vor sich habe. Die nächste Hürde heisst Norwegen.

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Hitzfelds Zwischenbilanz

Lange ist es her, seit die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft so erfolgreich wie jetzt in eine Qualifikation für eine Endrunde gestartet ist. 1994 hatte es letztmals zum Auftakt 2 Siege abgesetzt. In der Quali zur EURO 1996 wurden Schweden (4:2) und Island (1:0) bezwungen.

Trainer Ottmar Hitzfeld zeigte sich am Tag nach dem Heimsieg gegen Albanien sichtlich erleichtert und glücklich. «Es wäre schlimm, wenn ich nicht zufrieden wäre. Wir haben das Punktemaximum aus dem schwierigen Spiel in Slowenien und der emotionalen Partie gegen Albanien herausgeholt.»

Hitzfeld über den Schlüsselmoment in den beiden Spielen

Fehlende Erfahrung

Doch auch dem Lörracher ist in seiner 3. Qualifikation mit der Schweiz nicht verborgen geblieben, dass die Nati in beiden Partien nicht vollends überzeugen konnte. «Wir dürfen die Augen nicht verschliessen und meinen, dass wir 2 perfekte Spiele gemacht haben.» Hitzfeld attestierte seinem Team aber eine bessere Organisation und eine bessere spielerische Qualität als in früheren Tagen. 

Sowohl die Slowenen wie auch Albanien wurden mit Geduld, Effizienz und sichtbar gutem Teamspirit in die Knie gezwungen. Hinzu kommt die individuelle Klasse einzelner Spieler, die in solch umkämpften Partien den Unterschied ausmachen kann. «Aber», so Hitzfeld, «es fehlt noch an der Erfahrung, dass wir den Gegner über 90 Minuten beherrschen können. Wir haben noch einige Arbeit vor uns.»

Hitzfeld über die Wichtigkeit der Spielpraxis

Als Leader gegen Norwegen

In einem Monat stehen die letzten beiden WM-Qualifikations-Partien des Jahres auf dem Programm. Am 12. Oktober empfängt die Schweiz in Bern Norwegen, 4 Tage später reist sie nach Island. Mit 6 Punkten und der Rolle als Leader steigt die Nati in diese Ernstkämpfe.

«Es ist eine neue Situation für uns. Wir dürfen aber nicht denken, dass es immer so weitergeht», mahnt Hitzfeld zur Vorsicht. Mit Rückschlägen müsse man immer rechnen - «aber nicht im nächsten Spiel. Ich hoffe, dass wir gegen Norwegen, den stärksten Gegner um Platz 1, 3 Punkte holen.» Die Erinnerung an 1994 verspricht Gutes: Damals gewannen die Schweizer gegen die Türkei, ebenfalls ein Konkurrent um Rang 1, auch das 3. Spiel der Qualifikation.

(jäg)