Fussball
WM-Qualifikation
Benaglio: «Wir haben als Mannschaft gewonnen»
Zwei Spiele, zwei Siege: Die Schweiz ist perfekt in die WM-Qualifikation gestartet. Nach dem 2:0-Erfolg gegen Albanien betonten die Nati-Kicker die Bedeutung dieses vorzüglichen Starts, sie fanden jedoch durchaus auch Kritikpunkte.
Mit 2 Siegen und 4:0 Toren ist die Schweiz perfekt in die WM-Kampagne gestartet. Letztmals waren den Eidgenossen zum Start der Qualifikation für die WM 1994 in den USA zwei Siege gelungen. Damals hatte sich die Schweiz unter Roy Hodgson dann auch auf direktem Weg für die Endrunde qualifiziert - und dies muss auch jetzt mit Ottmar Hitzfeld das Ziel sein.
Benaglio, der sichere Rückhalt
«Die Qualifikation dauert noch sehr lange», mahnte indes Diego Benaglio. «Aber es war sehr wichtig, dass wir diese beiden Spiele gewinnen konnten.» Der Keeper des VfL Wolfsburg war auch gegen Albanien wieder ein bestechend sicherer Rückhalt. Er entschärfte die teils brandgefährlichen Distanzschüsse der Albaner souverän und ist somit in Pflichtspielen seit 289 Minuten ungeschlagen.
Hitzfeld: «Gut für unser Selbstvertrauen»
Auch Hitzfeld betonte nach dem Spiel die Relevanz dieser beiden Siege. «Das ist gut für unser Selbstvertrauen. Jetzt können wir in den nächsten Partien befreiter aufspielen, weil wir weniger Druck haben.» Man sei gut organisiert gewesen und habe wenig zugelassen, lobte der Nati-Coach seine Spieler, «es gab kaum gefährliche Situationen.»
Die geforderte Steigerung im Vergleich zum Slowenien-Spiel hat Hitzfeld vor allem vor der Pause gesehen. «In der ersten halben Stunde hatten wir viel Ballbesitz und liessen dem Gegner keine Torchance.» Er war mit dem Auftritt seiner Mannschaft jedoch nicht vollends zufrieden: «In der Schlussphase hätten wir das 3:0 erzielen müssen, da gingen wir etwas fahrlässig mit unseren Chancen um.» Zudem sei es nicht jedem Spieler gelungen, an die Leistungsgrenze zu gehen.
Einen grossen Anteil am 2:0-Sieg gegen Albanien hatten die Innenverteidiger Johan Djourou und Steve von Bergen, die erneut hervorragend harmonierten. Auch Gökhan Inler und Valon Behrami zeigten als «Scheibenwischer» vor der Abwehr wie schon in Slowenien eine vorzügliche Vorstellung. «Wir haben als Mannschaft gewonnen», gab Benaglio einen Grund an für den erfolgreichen Auftakt.
«Emotionales Spiel» für Shaqiri
Ein «emotionales Spiel» war es für Torschütze Xherdan Shaqiri, der mit dem Treffer zum 1:0 die Basis zum Sieg gelegt hatte. «Aus Respekt vor dem Gegner habe ich aufs Jubeln verzichtet und stattdessen meine Hand aufs Herz gehalten», kommentierte der im Kosovo geborene Bayern-Spieler seine verhaltene Freude nach seinem 6. Länderspiel-Tor.
Mit dem Spiel seiner Mannschaft zeigte sich auch Shaqiri grundsätzlich zufrieden. Man habe versucht, offensiv Akzente zu setzen und das Spiel in die Hand zu nehmen, so der Mittelfeldspieler, und «das ist uns gut gelungen, auch wenn es nach vorne sicher nicht perfekt lief».
Als Nächstes gegen Norwegen
Die nächsten Spiele der Gruppe E stehen in rund einem Monat auf dem Programm. Am 12. Oktober bestreitet die Schweiz ein Heimspiel gegen Norwegen, 4 Tage später geht für den Leader der Gruppe E ein Auswärtsspiel in Island über die Bühne.
(rst)


