Tennis
US Open
Djokovic - Murray: Das ungewöhnliche Endspiel von New York
An den US Open kämpfen am Montagabend (ab 23.10 Uhr live auf «SF zwei») Novak Djokovic und Andy Murray um den letzten Grand-Slam-Titel des Jahres. Es ist erst das vierte Mal seit 2005, dass weder Roger Federer noch Rafael Nadal in einem Major-Endspiel stehen.
Bild
An den French Open des Jahres 2004 fanden Grand-Slam-Halbfinals letztmals ohne Rafael Nadal und Roger Federer statt. Damals spielten die Argentinier Gaston Gaudio, David Nalbandian und Guillermo Coria sowie der Brite Tim Henman um den Titel. Federer scheiterte damals in der 3. Runde und Nadal nahm nicht teil.
Eine weitere Statistik ist ebenfalls beeindruckend: Seither fand ein Grand-Slam-Final nämlich nur dreimal (Australian Open 2005, 2008 und 2011) ohne die beiden Ausnahme-Könner Federer und Nadal statt. Nun ist es an den US Open 2012 Novak Djokovic und Andy Murray vorbehalten, zum 2. Mal nach Melbourne 2011 einen Major-Sieg unter sich auszumachen.
Beide können Geschichte schreiben
Djokovic wie auch Murray könnten mit einem Triumph in New York einen Meilenstein in ihrer Karriere setzen. Der serbischen Weltnummer 2 winkt die Chance, zum vierten Mal in Folge ein Grand-Slam-Turnier auf Hartplatz zu gewinnen. Dieses Kunststück schaffte bislang erst Federer in der Zeitspanne zwischen 2006 und 2007. Zudem wäre es für Djokovic der 6. Grand-Slam-Titel der Karriere.
Murray dagegen will endlich den Bann brechen und im 5. Anlauf zum ersten Mal ein Grand-Slam-Turnier gewinnen. Der britische Weltranglisten-Vierte geht nach dem Olympiasieg von London mit stolz geschwellter Brust in die Partie, auch wenn er bislang in Flushing Meadows nicht restlos überzeugen konnte. Auf dem Weg zu Olympiagold hatte Murray übrigens im Halbfinal auch Djokovic ausgeschalten.
Direktduell spricht für Djokovic
Im Head-to-Head führt Djokovic trotzdem mit 8:6, wobei der Serbe auch beide bisherigen Duelle an Grand-Slam-Turnieren gewinnen konnte. Während er an den Australian Open 2011 im Final locker in 3 Sätzen siegte, musste er in Melbourne zu Beginn dieses Jahres fast 5 Stunden kämpfen, ehe er sich im 5. Satz mit 7:5 durchsetzte und so den Final erreichte.
Federer bleibt die Nummer 1
Unabhängig vom Ausgang der Partie ist bereits klar, dass Federer sicher 4 weitere Wochen die Nummer 1 der Weltrangliste bleiben wird. Der Schweizer wird damit den Rekord, was die Anzahl Wochen auf dem Tennisthron betrifft, auf mindestens 297 erhöhen. Auf den Rängen 2 bis 4 werden ab Dienstag Djokovic, Murray und Nadal klassiert sein.
TV-Hinweis
Der US-Open-Final zwischen Novak Djokovic und Andy Murray beginnt am Montagabend um 22.00 Uhr. Auf «SF zwei» und im Livestream sind Sie ab 23.10 Uhr live mit von der Partie.
(rst)


