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SC Bern: Ist das Meister-Puzzle jetzt komplett?
Auch in der neuen Saison hat der SC Bern den Anspruch, in der NLA um den Meistertitel zu spielen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt der Vize-Meister auf einen neuen Ausländer und auf talentierte Youngsters wie Pascal Berger. «Wir müssen konstanter werden», fordert der 23-Jährige.
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«Jeder, der beim SCB ist und nicht Meister werden will, ist am falschen Ort.» Dies ist die klare Ansage von SCB-Sportchef Sven Leuenberger vor dem 1. NLA-Saisonspiel am Freitag in Genf. Nachdem im vergangenen April der Meistertitel in letzter Sekunde an die ZSC Lions verloren ging, wollen die Berner nun Versäumtes nachholen. «Wir werden torgefährlicher sein», verspricht Leuenberger.
Berger: Vom Jung- zum Führungsspieler
Einer, der für Tore sorgen soll, ist Pascal Berger. Der Stern des 23-jährigen Stürmers ist in der letzten Saison richtig aufgegangen. Mit 41 Punkten war er der drittbeste Skorer der Berner. «Ich will versuchen, diese Quote in der neuen Saison zu bestätigen», so Berger. «Ich profitierte davon, dass mir der Trainer viel Eiszeit und damit viel Verantwortung zugetragen hat.»
An der Seite von Jean-Pierre Dumont und Byron Ritchie blühte er auf und sorgte dafür, dass beim SCB gar von einem neuen «Jugendstil» die Rede war. Neben Berger hatten auch die jungen Christoph Bertschy, Joël Vermin oder Tristan Scherwey für Furore gesorgt.
Top 4 sind gefordert
Für Berger ist es selbstverständlich, dass mit den Bernern auch in der neuen Spielzeit zu rechnen sein wird: «In der Qualifikation sind die Top 4 das Ziel, aber natürlich will der SCB jedes Jahr um den Meistertitel spielen.» Er fühle sich wohl im System von Trainer Antti Törmänen, der grossen Wert auf Puckbesitz und Laufbereitschaft lege: «Wir müssen immer in Bewegung sein», so der Burgdorfer.
Nur wenige Transfers
Vor dem Saisonstart sieht Berger die Stärken der Berner insbesondere in der Zusammensetzung des Kaders: «Wir haben junge und alte Spieler, die allesamt sehr talentiert sind. Zudem sind wir läuferisch stark.» Allerdings müsse man dringend konstanter werden, analysiert der Emmentaler: «In der letzten Quali hatten wir ein Loch, das müssen wir diesmal verhindern. Es ist nicht jedes Jahr so, dass wir uns in den Playoffs derart steigern können wie im letzten Frühling.»
Im Sommer haben die Berner ihren Kader nur punktuell verstärkt: Mit Daniel Rubin (von Genf) konnte ein bestandener Nationalspieler verpflichtet werden, der beim SCB das Eishockeyspielen gelernt hat. Dazu stiessen mit Franco Collenberg (Fribourg) und Flurin Randegger (Genf) zwei NLA-bewährte Kräfte zum Team. «Es ist eher unsere Philosophie, eigene Stars zu züchten als teuer einzukaufen», kommentierte Leuenberger die Transfer-Aktivitäten des 12-fachen Meisters.
Lob für Neuzugang Danielsson
Auf Nicklas Danielsson ruhen die grössten Hoffnungen der Berner. Der 27-jährige Schwede, der zuletzt bei MoDo Örnsköldsvik in seiner Heimat spielte und dabei der drittbeste Skorer der Liga war, soll in der Hauptstadt für Spektakel sorgen. «Er ist läuferisch stark, wendig, hat einen harten Schuss und gute Übersicht», lobt Berger seinen neuen Teamkollegen. «Er ist eine grosse Verstärkung für uns.»
In den Testspielen, von denen 6 von 9 verloren gingen, gehörte Danielsson bereits zu den besten Skorern des SCB. Der Schwede, der nie in der NHL gespielt hat, dürfte sich insbesondere mit Ritchie ausgezeichnet verstehen, haben die beiden doch vor 2 Jahren bei MoDo bereits erfolgreich zusammengespielt. «Er hat mir bei einem gemeinsamen Mittagessen erzählt, dass er sich in Bern bereits wohlfühle», so Berger. «Er ist ein angenehmer, ruhiger Typ, der in der Kabine aber auch laut werden kann.»
Verstärkung aus der NHL?
Falls der Start zur neuen NHL-Saison wegen des drohenden Lockouts verschoben wird, dann dürfte auch auf dem Transfermarkt nochmals Bewegung aufkommen. Die Schweizer NHL-Cracks Yannick Weber, Mark Streit, Roman Josi und Jonas Hiller haben in der Sommerpause mit dem SCB trainiert - und dem einen oder anderen Spieler dürften die Berner noch so gerne einen Platz im Kader anbieten wollen.
(rst)


